Nachgedacht um Mitternacht
Ich bleibe nachts immer extra lange wach,
im freien Kopfkino schaffe ich meine wilden Gedanken zu ordnen,
weil nämlich genau diese halten mich in Schach!
Zu dieser fast lautlosen Zeit bin ich besonders gut drauf,
dann schreibe ich sie alle auf!
Sie gehören einfach mit zu meinem Lebenslauf.
Blind kann ich ihm vertrauen,
es lässt sich jedes einzelne Wort mit Nachtruhe
wunderbar durchschauen.
Dann bin ich wortwörtlich ich,
im Dunkelschein ... ziemlich unbeschreiblich.
Um mich herum ist alles so schön still,
weil keiner mehr was von mir will,
so ich zu allem Überfluss
gar nichts erledigen muss.
© C. Spitze
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Arbeit
Arbeit ist wichtig,
du sollst sein sehr tüchtig,
waschen, bügeln, stopfen
und den Teppich noch klopfen,
wischen, kochen, putzen
und den Staubsauger benutzen.
Das Gemüse säen
und dann noch den Rasen mähen,
auf den Boden, in den Keller,
immer was tun, immer schneller,
flink sich bewegen,
noch ein paar Kurse belegen.
Ein paar Hektar dazukaufen,
zum Arbeiten noch zum Nachbarn laufen.
Alles schneller machen
und noch mehr Sachen.
Du musst immer fleißig sein,
dann wirst du gelobt ganz fein.
Nach noch mehr streben,
dann bist du wer im Leben.
Und dann geht der Sarg zu
und du gibst endlich Ruh'!
© Ingeburg Schadl
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Nachgedacht
Was passiert nur auf der Welt?
Nur noch Machtgier will regieren.
Kriege werden angezettelt …
alles dreht sich ums liebe Geld.
Wir gehen nicht vorwärts, eher zurück …
Aggression breitet sich immer weiter aus …
Hass und Betrug regiert die Welt …
so zerfällt alles, Stück für Stück.
Menschen und Tiere müssen sterben …
die Zerstörung nimmt ihren Lauf.
Man hört, vieles müsste besser werden …
in Wahrheit liegt bald alles in Scherben.
Darüber nachzudenken, einen traurig stimmt!
Was auf der Welt wohl noch passiert?
Einer allein kann nicht viel bewegen …
Wenn nicht jeder Verantwortung übernimmt.
© Claudia Solbach (Text und Bild)
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Frieden!
Es kann keinen Frieden geben
trachten Menschen nur nach Macht
Frieden wird es hier nur geben
gibt man auf sein Handeln acht
in uns selber muss er wachsen
damit er weiter ziehen kann
Frieden fängt schon in den kleinen
unscheinbaren Dingen an
halte Frieden mit den Nachbarn
mit den Menschen nebenan
willst du Frieden hier auf Erden
fange bei dir selber an
denn dein Handeln ist wie Wellen
wenn ein Stein ins Wasser fällt
damit kannst du viel erreichen
vielleicht mal Frieden für die Welt
© Ingrid Heuwers
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Und auch zu finden unter dem Namen „Schreibmaus“ in der Gedichte-Oase www.gedichte-oase.de
Das Geheimnis der Sehnsucht
Das Geheimnis der Sehnsucht willst du ergründen.
Wo beginnst du im Leben?
Wo lässt es sich finden?
Sie ist so umwerfend und immer gleich da.
Wenn Glück du gefunden und nun nicht mehr wahr.
Die Sehnsucht trifft Liebe
und lässt dich erbeben.
Doch es gibt sie unendlich in deinem Leben.
Die Sehnsucht nach Heimat, die man nie fand.
Oder auch die Liebe der Eltern dich damit verband.
Die Sehnsucht nach Wärme, nicht nur am Kamin.
Nein, Wärme des Herzens, wie immer es schien.
Die Sehnsucht nach Ferne, weil dich hier nichts hält.
So viel fremde Länder gibt's auf dieser Welt.
Die Sehnsucht nach Lächeln in deinem Gesicht,
weil gerade traurig und nichts dafür spricht.
Die Sehnsucht nach Nächten und Träumen dazu.
Schlaflos gefangen im Jetzt und im Du.
Die Sehnsucht nach Ruhe, die eben fehlt.
Weil jede Sekunde im Leben grad zählt.
Die Sehnsucht nach allem, was dich erfreut,
bleibt immer und ewig, nicht nur heut.
Die Sehnsucht wird größer und größer im Jetzt,
je mehr Gedanken in Sehnsucht vernetzt.
Sie ist Anfang und Ende zugleich.
Das Geheimnis der Sehnsucht suchst du unerreicht.
© Ute Wippler
Bild: Kreation von biuki
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Für immer bleiben
Sand rinnt durch meine Hände,
vor mir liegt das weite Meer.
Hier gibt es gar keine Wände
und niemand kommt hierher.
Ein Platz fernab, ganz für mich,
finde Ruhe und Gelassenheit.
Bin und bleib ganz einfach ich
und nehme mir dafür jetzt Zeit.
Was war, das war und ist vorbei,
das Kommende wird sich zeigen.
Ich schaue aufs Meer, bin so frei,
will mich wehmütig verneigen.
Hier bin ich ganz und gar ich,
kann tun und lassen, was ich will.
Lass ganz los und verliere mich
und am Ende werde ich ganz still.
Glanz in den Augen voller Liebe,
getragen und verweilen im Hier.
Was, wenn ich für immer bliebe,
hier am Meer mit mir und Dir.
© Christine Bücker
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Lass-los-Stein
Immer wieder quält mich der eine Gedanke
Lass los – sagt mein Herz
Der Kopf hält fest, was schon längst vergangen
Die Seele findet sich nicht mehr zurecht
Lass los – sagt mein Herz
Herz und Seele sind eins
Die Seele findet sich nicht mehr zurecht
Brechen ihr Schweigen nie
Herz und Seele sind eins
Schwer wie ein Stein scheints
Brechen ihr Schweigen nie
Hände halten einander
Schwer wie ein Stein scheints
Lösen sich wieder
Hände halten einander
Herzen verheilen nicht
Lösen sich wieder
Blicke treffen sich zum Abschied
Herzen verheilen nicht
Lass-los-Stein
Blicke treffen sich zum Abschied
Immer wieder quält mich der eine Gedanke
Lass-los-Stein
Der Kopf hält fest, was schon längst vergangen
© Veronika Valder
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Wahre Schönheit
Sieh im Menschen nicht nur das Design …
schau lieber tief in sein Herz hinein.
Nur dort ist wahre Schönheit zu finden …
alles andere ist nur äußerer Schein.
Viel zu oft wird einem vorgegaukelt …
dass äußere Schönheit nur besticht.
Geschrieben steht`s in vielen Journalen …
in Wahrheit wird man nur verschaukelt.
Wer schön ist, dem leuchten die Augen …
besitzt Mitgefühl und auch Achtsamkeit.
Herzensbildung dringt so nach Außen …
nur wahre Schönheit wird was taugen.
Zeig so dich, wie du eben bist …
du musst dich nicht verbiegen.
Brauchst keinem etwas zu beweisen …
nur innere Schönheit wirklich besticht.
© Text und Bild: Claudia Solbach
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Der meisterliche Dilettant
Ein Meister, ja das ist ein Mann,
oder 'ne Frau, die etwas kann.
Dem Handwerk oder einer Kunst,
verschreibt er seine ganze Gunst,
strebt hierin bis zur Perfektion
und Meisterwerke sind der Lohn.
Ein Dilettant, wird oft verlacht,
weil er als Laie etwas macht.
Dabei läuft es nicht immer rund,
doch das ist eigentlich kein Grund,
dass manch einer die Nase rümpft,
als "dilettantisch" ihn beschimpft.
Dann gibt es noch, nicht so bekannt,
den "meisterlichen Dilettant".
So möchte ich die Spezies nennen,
sie ist nur unschwer zu erkennen:
Der wagt sich stets an alles ran,
und denkt sich, selbst ist Frau und Mann!
Was? Das? Ach klar, das krieg ich hin,
weil ich so ungeschickt nicht bin.
Ob Brote backen, oder Kuchen,
sich mal im Bierbrauen versuchen,
lackieren, schleifen, Möbel richten,
Klamotten nähen oder dichten ...
Ja, drei, vier Instrumente auch
spielt er so für den Hausgebrauch.
Dann Angeln oder Fliesen legen,
Ballett und Bauchtanz - zum Bewegen,
auch Haare schneiden, komponieren,
muss er auf jeden Fall probieren.
So hat er der Talente viel,
das alles ist für ihn ein Spiel.
Da ist kaum etwas von dem er
sagt, nein, das ist mir jetzt zu schwer.
Er steckt voll Neugier auf die Dinge,
auf dass er sie mal selbst vollbringe.
Auch ich zähl mich zu dieser Gruppe,
was and're denken, ist mir schnuppe.
Probier' mich immer wieder aus,
und schau' mal, was kommt dabei raus.
Ich kann gern alles, doch nichts richtig,
Perfektion ist mir nicht so wichtig.
Oft ist der Weg dahin das Ziel,
sorgt für ein gutes Bauchgefühl.
Denn ein Erfolg, ganz selbstgeschafft,
gibt wieder für die Zukunft Kraft.
Auch wenn es nicht perfekt geglückt:
Es ist von mir! Ich bin entzückt!
© Kerstin Trautmann
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Ich lass dich meinen Rucksack tragen
Wenn du mich verstehen willst ...
musst du meinen Rucksack tragen.
Trag ihn eine Woche nur,
schlepp´ ihn den Hügel hoch wie ich,
komm, auf, pack zu und zier´ dich nicht.
Einst war er leicht und unbeschwert,
der Inhalt hat sich stets vermehrt,
er wurde voller mit den Jahren,
er ist nicht leicht, kann ich dir sagen.
Wenn du mich verstehen willst ...
musst du lieben so wie ich,
leidenschaftlich und besessen,
hab darüber mich selbst vergessen,
an mein Herz dachte ich nicht.
Einst trug ich schwer an dieser Last,
ich schleppte ihn mit schwindender Kraft,
durch enge Gassen und steinige Wege,
durch dunkle Tunnel und dornige Gehege.
Wenn du mich verstehen willst ...
musst du stolpern so wie ich,
den Rucksack immer auf dem Rücken,
konnt´ ich mich bald nicht mehr bücken.
Nein, ich glaub, das willst du nicht.
Einst war ich nur für andere da,
so verging unbemerkt Jahr um Jahr.
Ich musste erst fallen ohne Netz und Boden,
in den Tiefen des Grauens war ich verloren.
Wenn du mich verstehen willst ...
musst du meine Seele schauen,
wie sie weint und schmerzt und klagt
und trotz allem nicht verzagt,
sondern weiter will vertrauen.
Willst du richten über mich,
ein Mensch nicht besser wohl als ich,
sollst du meinen Rucksack tragen,
an heißen wie an kalten Tagen.
Du ahnst es, aber schau nur her,
mein Rucksack ist dir viel zu schwer.
© Sylvia Eisenmenger
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Das DU …
Das DU, ein kleines Wort, und doch so viel,
im Glücksgesang und Trauerspiel.
In weisen Versen aller Orten,
im Minnesang und Gleichklangworten.
Der zarte Ruf mit DU fängt an,
woran man sich erfreuen kann.
Als End vom Flirt ein Schall, ein Hauch,
im Liebesspiel erklingt es auch.
Ob zart, ob hart, ob sanft, ob laut;
mit DU fängts an und hört es auf.
Ob DU gestrahlt, ob DU gelacht,
ob DU geweint, ob DU gedacht.
Das DU trifft immer dich genau,
ob DU der Mann, ob DU die Frau.
© Ute Wippler
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Treibsand
Treibsands Rauschen, leise und auch sacht
Versunk’ne Träume, verloren in der Nacht.
Durch Wind und Wellen, geschoben und verweht
Gejagt, getrieben, in Ewigkeit gedreht.
Aufgewühlt, zermalmt in unendlich Zeit
Ein Ort ohne Grund und Sicherheit.
Ein Schritt zu viel, ein Augenblick zu spät
Entführt uns die Strömung, die uns verrät.
Treibsand vom Wind verweht, in Wellen weit
Es quietscht und knirscht im Rad der Zeit.
Es lockt der weiße Sand, die Flut
Doch Vorsicht, denn sie ist voller Wut.
Der Tanz des Lebens auf diesem Boden
Wo jeder Schritt gewagt, gekreuzt sogar gebogen …
Doch in dieser Tiefe ruht auch Kraft
Die in dir das Glück und Liebe schafft.
Wer es wagen will braucht Mut von wegen
Treibsand wird Quelle zu neuem Leben …
© Leonhard Blank
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PATIENTENWÜNSCHE
Mein Lächeln, wenn du das Zimmer betrittst.
Mein fragender Blick – hast du Zeit?
Kommst du gerne zu mir, oder ist es nur Pflicht,
oder tu' ich dir nur leid?
Ich brauche deine Hilfe
und doch fällt’s mit schwer.
Vor Kurzem, da konnt ich’s noch selbst.
Da war ich so jung, wie du es heut bist,
heut ist mein Dasein so leer.
Ich bitte dich sehr, gib mir das Gefühl,
nicht völlig hilflos zu sein.
Lass mir meine Würde, den Glauben an mich,
dazu lädt mein Lächeln dich ein.
© Ingrid Heuwers
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Du verstehst mich jetzt
Vor Jahr und Tag schon
hast du ihn betreten,
den endlosen Raum der Ewigkeit;
schmerzvoll wurden alle Tage.
In Trauer blieb ich zurück
und doch auch befreit.
Als alle Ketten fielen,
konnte ich mich endlich selbst erkennen,
konnte all meine Nöte offenlegen
und all meine Wunden bluten lassen,
die so lange ich verbarg.
Ich bekannte mich zu meinen tiefsten Gefühlen,
befreite meine gefangenen Gedanken
und erlöste mein eingeengtes Herz.
Nun kann mein Allerinnerstes ich dir zeigen,
ich spüre, du verstehst mich jetzt!
© Eleonore Görges (Text und Bild)
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Lebenssinn
Wer bin ich, woher komme ich, wann muss ich gehen und wohin?
Das fragt doch jeder; und was ist der Sinn?
Da bleiben viele Fragen noch offen;
worauf können wir nun hoffen?
Zufälle soll es nicht geben;
haben wir uns selbst ausgesucht dieses Leben?!
Als Kinder konnten wir mit Engeln spielen und sie sehen,
bis unser Verstand sie ließ gehen!
Kommen wir immer wieder, um aus Fehlern zu lernen?
Das steht für viele von uns noch in den Sternen.
Bis eines Tages der Lernprozess hat ein Ende;
dem strahlendem Licht strecken wir dankbar entgegen unsere Hände!
Voller Freude begrüßen uns andere Seelen;
beglückt schweben wir aus dem Erdenleben.
Endlich für immer „Zuhause“ jubeln wir von ganzem Herzen!
Vergessen sind Kummer, Leid und Schmerzen!
© Waltraud Uebelhoer
Bild: Pixabay
Ein Freund ist nicht ein Irgendwer
Nur ein Wort von Dir täte gut,
ein Lebenszeichen oder mehr.
Ein Freund, der macht doch Mut
und ist nicht nur ein Irgendwer.
Nix von dir zu hören, tut weh
und die Fragen steh’n im Raum.
Wenn ich dich nicht wiederseh’,
bleibt die Umarmung ein Traum.
Was muss geschehen, sag es mir,
damit wir in der Not uns halten.
Die Liebe zwischen mir und dir
konnten wir doch selbst gestalten.
Jetzt ist es so, als sei’st du fort,
mit dem Tod ins Grab gesprungen.
Ich frage, was ist das für ein Ort?
Ihn zu finden, ist nicht gelungen.
Als Freund verlässt du mein Leben,
die Sehnsucht nach dir ungestillt.
Seite an Seite alles zu geben,
wir wollten frei sein und wild.
Wozu sind Freunde da, komm sag,
auf einem Weg, der zu Ende geht.
Nie vergessen werde ich den Tag
keiner von uns, der am Grabe steht.
Die Zeit vergeht und mit ihr Leid
vielleicht hast du ja nachgedacht.
Und es ist gewiss bald an der Zeit,
ein Wiedersehen wäre angebracht.
Dann packen wir alle Träume aus
und lachen bis in die tiefe Nacht.
Am Ende geht jeder nach Haus
Freund bleibt Freund, abgemacht.
© Christine Bücker
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Wortgedanken
Ich kann dir sagen die meisten Wörter muss man hinterfragen,
aber auch mit Wortspiel gedanklich ist es eher beschwerlich,
ihnen hinterher zu jagen.
Da fällt mir dieses schöne Wort ,,ummantelt" ein,
es leuchtet sehr brillant in kreativer Lyrik
und die erbarmungslose Sehnsucht
wird als Lichterschein gesandt!
Umhüllt mit Prestige
voll von Ehrgeiz bis hin zur Phantasie,
nähert es sich flüsternd ins Wortgedränge
und füllt mit Bedacht die obersten Ränge.
Verzaubert, tanzend mit viel Charme
hält sich geschickt mit einem Arm,
die fertige Geschichte aus schönsten Worten frei erfunden,
wirkt sie ziemlich handzahm, aber auch geschmeidig
in der Zeit vertrauter Stunden.
Schnell steck sie rein ins Wortgefecht,
verwandle sie galant zu einem Reim,
so ummantelt frech beschrieben
und das nicht schlecht,
wirst du ein Buch in ganzen Sätzen lieben.
© C. Spitze
Bild: kreiert © skumy666
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Die Zeit ist groß
Die Zeit in all ihrer Größe
Sie macht den Menschen so klein
Nichts ist fröhlich und nichts böse
Bleibt nicht einmal ein Schein.
Im Morgenrot die Stunde steht
Und lässt die Hoffnung keimen
Doch viel zu schnell ist sie verweht
Verschwunden im Geheimen.
Da bläht sich auf der Abendschein
Ganz blässlich in die Runde
Und er verweht mein kleines Sein
Verschluckt die letzte Stunde.
© Eleonore Görges (Text und Bild)
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Du bist alt ...
Danke ..., dass Du mich daran erinnerst.
Stell Dir vor, ich hab' es nicht vergessen.
Meine Denke es nicht hindert.
Aber denen, die sich's täglich sagen,
schlägt das Alter nicht nur auf den Magen.
Es lässt auch den Kopf nicht los,
was fürs Alter nicht famos.
Jedes noch so kleine Leiden
lässt sich gar nicht mehr vermeiden.
Es wird manchmal riesengroß
und du wirst es nicht mehr los.
Musst nicht täglich daran denken,
Schicksal wird es endlich lenken.
Noch sind Kopf und Herz vereint,
welche Zahl du immer meinst.
Alter ist ja nicht verkehrt,
Leben immer lebenswert.
Und wenn Liebe nicht mehr zählt,
ist das Leben abgewählt.
© 18.05.24 Ute Wippler
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Ein Herz voll Angst und Zweifel
Ein Herz voll Angst und Zweifel
hat mancher schon erlebt,
es bleibt dann furchtbar dunkel,
als hätte man nie gelebt,
kommt dann ein kleiner Lichtstrahl
von einem Menschenkind,
oft alle Angst und Zweifel
erstmal verschwunden sind.
Doch tief in deinem Herzen,
da sitzen sie die zwei
und kommt ein Stimmungstief,
da sind sie mit dabei.
Wer sagt, komm sieh es locker,
der kennt die beiden schlecht,
um wieder zu erwachen,
ist jedes Mittel Recht.
Ein Wort oder ein Zeichen
nehmen sie gerne an,
damit sie Dich erreichen,
ziehen Dich in ihren Bann.
Es gibt heut manche Hilfe,
ich wünsche es Dir doll,
dann ist Dein neues Leben
mit Glück und Liebe voll.
© Ingrid Heuwers
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Stunde Null
Ich trage Schmerzen, tief in mir.
Von einem ICH, das heut nicht hier.
Es lies mich kalt im Regen stehen,
ich kann den Ausgang nicht mehr sehen.
In jenem Raum ist alles schwer.
Es gibt kein Licht, ist alles leer.
Dort unten wo die Stürme wehen,
da können Träume nie vergehen.
Gedanken treten ein ins Hier,
bin nun alleine und erfrier.
Ein Zustand der mir wohl bekannt,
in meinem Leben „NIE“ ein Ende fand.
In diesem Raum, wo ich jetzt bin,
gehört, bei Gott, kein Menschlein hin.
Denn hinter diesen dicken Mauern,
all meine Dämonen auf mich lauern.
So singe ich mein stilles Lied, für NIEMAND,
der mich hört und sieht.
Denn bis zur Stunde Null der Tage,
bleibt das WARUM die letzte Frage.
© Christian Haslinger
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Stunde Eins
Stunde Eins, der Tag danach.
Ich lag die Nacht schon wieder wach.
Und zählte meine Nichtigkeit
im Dunkel meiner Eitelkeit.
Ich saß in jenem düsteren Eck,
das meinen Namen rief zum Zweck,
mich ewig hier zu binden.
Um meinen Fluchtweg nicht zu finden.
Das Dunkel, ja es bleibt bei mir,
genießt mein Leid und hält mich hier.
Es nährt sich von dem Augenblick,
und lässt mich niemals je zurück.
In diese andere, schöne Welt.
In der das Leben wirklich zählt.
Doch bin gefangen tief im Jetzt,
das alle Träume mir zerfetzt.
© Christian Haslinger
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Stunde Zwei
Mein Innerstes erbricht nie gesagte Wünsche und Träume
von tausenden Leben, die es nie gab.
Unendlich weite, wunderschöne Räume,
in denen meine Gedanken schweben, bis zum jüngsten Tag.
Nichts davon war, nichts davon wird sein.
Nicht in einem Jahr, auf ewig allein.
Und ich fliehe in eine Welt deren Existenz in Dunkelheit versinkt.
Wo mein Ich nichts zählt und mein Sein ein letztes Lied mir singt.
Allein mit meinem Denken und meiner Melodie
werd ich noch tiefer sinken, ein Ende gibt es nie.
© Christian Haslinger
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Stunde Drei
Nicht still in mir,
es tost ein Sturm.
Und nun, im Hier,
bleibt ein Warum.
Die Antwort fehlt
auf jene Frage,
die mich nun quält
für all die Tage.
Ein lauter Schrei
entspringt dem Sein.
Ist nie vorbei,
auf ewig mein.
Zerdenk ich nun
der Tage Lauf.
Werd niemals ruhn,
geb auch nicht auf.
Und wie ein Rad,
das ewig dreht,
leb ich Spagat,
im Wind verweht.
© Christian Haslinger
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Stunde Vier
Die Zeit verrinnt und steht doch still.
Aufs Neu beginnt, wird mir zu viel.
Tik Tak, Tik Tak, der Zeitenlauf.
Tik Tak, Tik Tak, geb mich nicht auf.
Erdrückend, diese laute Stille,
die wurzelt in der Seele mein.
Es wäre schön, man nehme eine Pille,
und schalte ab und schliefe ein.
Doch trotzdem sind Gedanken hier,
und treiben ihr perfides Spiel.
Sie hämmern lautstark tief in mir,
Zermürben scheint ihr großes Ziel.
Tik Tak, Tik Tak, so tönt es laut.
Tik Tak, Tik Tak, ein Ton vertraut.
Die Stunden tanzen in die Nacht
mit mir, dem einsamen Statist.
In ihren Händen liegt die Macht,
während Zeit mein Sein zerfrisst.
© Christian Haslinger
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Stunde Fünf
Der Kopf, er pocht und fragt sich stumm,
die Seele schreit erneut: Warum?
Die Stunden laufen ständig rund,
und tun mir ihre Allmacht kund.
Ein Singsang voller dunkler Welten,
in denen ganz eigene Regeln gelten.
Regeln, die ich nicht versteh,
doch sie tun erschreckend weh.
Krümme mich vor Nichtigkeit,
schlafen will in Ewigkeit.
Doch im Kopf ist niemals Ruh,
wünscht, ich schlöss die Augen zu.
Sitz nun hier in meinem Eck,
wünscht, ich wär ganz einfach weg.
Fortgeweht im Wind der Zeit,
einfach weg in Ewigkeit.
© Christian Haslinger
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Stunde Sechs
In jener düsteren Stunde, in der ich nun allein
da geh ich meine Runden, und kehr nie wieder heim.
Mein Traum ist nun beendet, und Hoffnung scheint verloren.
Die Dunkelheit, sie blendet, und hat sich mir verschworen.
Ich laufe um mein Dasein, und such das kleinste Licht.
Das Leben singt im Refrain, denn Ausweg gibt es nicht.
Doch spür ich ein Verlangen, den Weg erneut zu gehen.
Ganz einfach neu anfangen, Goodbye, auf Wiedersehen.
© Christian Haslinger
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Stunde Sieben
Nun naht die siebte Stunde in diesem Spiel.
In dunklen Schatten sie getaucht.
Und ja, bei Gott, es war zu viel.
Hab meine Seele zutiefst in jene Düsternis gehaucht.
Die alten Geister, die ich sah,
sind wohlbekannt und unnahbar.
Denn ihre Fratzen grinsen still,
auch wenn ich sie nicht sehen will.
Schlaflos war die Nacht
und enden wollt sie nie.
Sie hat mir keine schönen Dinge mitgebracht
und spielte ihre eigne, düstere Symphonie.
Nun endlich ist die siebte Stunde da,
auf die gehofft hab all zu lang.
Der Morgen wird nun wirklich wahr,
nicht irgendwo, nicht irgendwann.
Nun sehe das Licht am Horizont,
es löscht das Böse tief in mir
und zeigt mir wieder wohlgekonnt,
wie schön es ist im Jetzt und Hier.
Und der Kaffee ruft meinen Namen.
Sein Duft erweckt mein Leben neu.
Vertreibt Gedanken die aufkamen,
nun ich beginn den Tag aufs Neu.
© Christian Haslinger
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Hoffnungsschimmer?!
Diese unerträgliche innere Einsamkeit
und Verzweiflung erdrückt,
liegt wie ein schwerer Stein auf der Seele
und lässt sie frieren.
Wieviel ungeweinte, unterdrückte, unbemerkte Tränen
müssen noch fließen?
Wieviel ungesprochene Worte noch gesagt werden?
Diese unendliche Traurigkeit zermürbt und muss aufhören,
der Fall ins „tiefe, schwarze Loch“ gestoppt werden.
Wir gehen alle unseren eigenen Weg.
Wo wird er enden?
Wozu sind wir hier auf Erden?
Haben wir uns dieses Leben selbst gewählt?
Nun beginnt unsere Suche –
ein langer, mühsamer, am Ende lohnender Weg,
den viele Menschen zu gehen nicht bereit sind,
weil sie lieber die Augen verschließen.
Wer diesen Weg einschlägt, wandert
stetig, unbeirrt, unaufhaltsam weiter.
Ein strahlendes Licht erwartet ihn.
Es bedeutet Hoffnung, Zuversicht, Freude und Glück! –
Dies kann uns niemand nehmen und entreißen,
denn es ruhte schon immer in unserer Seele,
um endlich ans Tageslicht zu gelangen, dort zu strahlen,
Wärme und Liebe zu verströmen,
die Kälte zu vertreiben.
Es gibt Mut und Kraft,
auf dieser Erde weiterzuleben,
die alten Hüllen nach und nach abzustreifen.
Eines Tages
wird es auch die „Blinden, Ungläubigen und Unwissenden“
erreichen,
ihren Panzer durchdringen und vielleicht sogar sprengen,
denn ohne Liebe kann keiner auf Dauer existieren!
Eines Tages ...
ICH GLAUBE NOCH AN WUNDER!
© Waltraud Uebelhoer (Text und Bild)
Ein seltenes Paar
Auf der Straße lag ein Schuh
ganz allein und ohne Schnüre,
ich betrachte ihn in aller Ruh
ohne dass ich ihn berühre.
Wer hat dich denn verloren
oder einfach so hier abgelegt,
wo bist du denn geboren
haste wen, der mit dir geht?
Kein zweiter Schuh in Sicht
ich frage mich, was denn nun
eine Laterne spendet Licht,
vielleicht will er nur ruhn.
Da kommt vorbei eine Sandale
eiligen Schrittes sehr erbost
rief den Schuh so einige Male
und fragte sich, was ist nur los.
Ich meinte, er brauche seine Ruh
und sei ja auch schon verschlissen
Die Sandale nickte stumm hierzu
und sagte, sie werde ihn vermissen.
Was da geschah, weiß ich nicht,
vielleicht ein Abschied auf Zeit
die Laterne losch ihr Licht
zum Morgen war es nicht weit.
Ich nahm Schuh und Sandale
ging zum Späti um die Ecke,
ja, dort war ich so einige Male
und weiß, wo ich sie verstecke.
Der Späti leuchtet in voller Pracht
im Fenster ein seltenes Paar
Sie streiten die ganze Nacht,
der alte Schuh und eine Sandale.
© Christine Bücker
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Krieg macht nicht frei
Sag mir, gibt es einen Schrei,
der alles je Ungesagte ruft?
Macht Euch ein Lachen frei,
wird Weinen zurückgestuft.
Ist eine Umarmung denn nah,
ein Abschiedskuss von Dauer?
Wann wird Euch etwas klar,
bricht Schweigen Eure Mauer?
Ist Abstand weit entfernt,
Eure Gedanken nur Schein?
Habt Ihr zu lieben verlernt,
will jeder nur alleine sein?
Wo ist die Lust am Leben,
das Gespür, der Augenblick?
Fällt es schwer zu vergeben
oder ist nachtragend schick?
Sag, was soll aus Euch werden,
morgens schon manch Kinderschrei?
Frieden jetzt hier auf Erden
denn Krieg macht Euch nicht frei.
© Christine Bücker
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Allein
Du bist allein, ich bin allein ...
stimmen beide Gedanken überein ...
so sind wir zu zwei'n.
Ich fühle mich denken, atmen, gehen, tun
so wie du ... allein.
Ich nehme an das Dein-Sein ...
lasse meines mein sein.
Verantwortung trage ich für mich ...
und du für dich.
Gefühle, die du in dir trägst, sind deine ...
nicht meine.
Meine Gefühle spüre nur ich ...
und du deine für dich.
Wenn du mir sagst was du denkst und fühlst ...
kann ich dich versteh'n ...
aber nicht als meines seh'n.
© Text und Bild: Claudia Solbach
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