Galerie Leben 9

Alleinsein


Da ist sie wieder - diese Stille,

schmiegt sich sanft um mein Gemüt,

brauch' erstmal ne kleine Pille,

weil der Kopf mal wieder glüht.


Ganz allein lieg' ich nun da,

teil' die Zeit nur mal mit mir,

sammel' mich im warmen Spa,

ach wie schön ist das doch hier.


Kein Gequäke, kein Geschnatter,

einfach mal die Ruhe fühlen,

träum' mich raus aus diesem Gatter,

langsam laufen auch die Mühlen.


Sei unbesorgt, das ist normal

und zügle deine falsche Scham,

mach' Dinge, wenn auch ganz banal,

erhol' dich von dem Seelenkram.



Jeder braucht mal seine Zeiten,

sich zu suchen, sich zu finden,

zu tauchen in unendlich Weiten,

graue Wolken können schwinden.


Das Leben ist ein großer Kreis,

sich schneidet mit ganz vielen,

doch Freiraum ist ein edler Preis,

man sollt' ihn nicht verspielen.


© Diana Weber


Bild: Pixabay


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Mantel der Kritik


Erst gestern noch …

habe ich den Mantel der Kritik über dich geworfen …

so wie du über mich.

Sie türmte sich auf zu einer Klagemauer …

deren Gesang wimmernd uns umwob …

durch dicke Nebelschwaden drang.

Doch dieser eine Moment …

als ein Lichtstrahl hindurch blitzte …

ließ er uns innehalten …

der eigenen Atemlosigkeit gewahr werden.

All die Unzulänglichkeit reflektiert im Spiegel.

Aufgerüttelt brach die Mauer zusammen …

Staunen und Freude machten sich breit.

Endlich konnten wir uns wirklich begegnen …

dem Sosein des anderen Raum geben …

ohne etwas anderes daraus zu machen.

Jetzt, ja jetzt …

legten wir beide mutig den Mantel der Kritik beiseite …

fanden uns in liebender Umarmung wieder.


© Text und Bild: Claudia Solbach


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Mein Gewissen


Ach, wenn ich mich nur traute

zu tun, was mancher treibt,

ich hätte viel mehr Freude,

mit Mann und Frau beweibt.


Ach, wenn ich mir doch nähme,

was dreist versprochen wird

und mich kein bisschen schäme,

wohin ich auch verirrt.


Doch dann kommt stets mein Gewissen

und das sagt kräftig: Nein!

Dann kommt stets mein Gewissen,

das warnt mich: Lass das sein!

Dann such’ ich lieber was zum Küssen,

was ich auch meistens seh’,

dann dank’ ich mein’m Gewissen

und finde das okay.


Ich schnapp’ mir ’nen Chirurgen,

der schneidet mich in Form,

dann hau’ ich ihn in Stücke

und erb’ auch noch enorm.


Ich mach’ in Immobilien

mit einem irren Fonds,

und wenn Millionen drin sind,

dann flieg’ ich schnell davon.


Doch dann kommt mein Gewissen …



Zum Beispiel, bei Diäten,

da sieht man früh bis spät,

wie man ganz schamlos absahnt,

wie reibungslos das geht.


Man kann ja immer sagen:

Die BILD hat’s schon gebracht,

ich bin doch nicht die Erste,

die so was Schlimmes macht.


Doch dann kommt mein Gewissen.

Wie schaff’ ich das nur ab?

Dann kommt stets mein Gewissen!

Wie bring’ ich das ins Grab?

Dieses blöde Gewissen,

das ist heut’ hinderlich,

such dringend eine Lösung

für mich …


© Dorit Gäbler


Bild: Pixabay (bearbeitet)


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In der Ferne das Licht

 

Es geht im Leben

sehr oft mal was daneben,

ja alles kommt halt so

und bist darüber auch nicht froh.

 

Den Weg zum Ziele

verfolgen immer noch so viele,

doch machst du eine Rast,

auch sehr schnell verloren hast.

 

Man nimmt’s gelassen

und geht durch viele Gassen,

bis dann auch prompt

vor dir eine Mauer kommt.

 

Die überwinden

bedeutet dann auch schinden,

man geht zurück

und sucht woanders sein Glück.


Du gehst durch Straßen

und fängst an dich zu hassen,

bleibst auf dem Weg

und wirst langsam und träg.




 

Doch dann ganz hinten

musst du was überwinden,

was da anbricht,

scheint dann doch als ein Licht.

 

So ist’s im Leben,

zu schnell ist aufgegeben,

man sieht’s oft nicht,

in der Ferne das Licht!

 

© Luis Walter


Bild: Pixabay


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Seine bisher erschienenen Bücher: https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Luis+Walter


Die Sanduhr


Kommt ein Mensch auf diese Welt,

ist er nackt und hat kein Geld.

Hilfloses Leben, noch so klein,

benötigt Pflege, kann nur schreien.


So beginnt die Lebensreise,

jeder Mensch auf seine Weise,

unterschiedlich jede Tour,

im Hintergrund läuft eine Uhr.


Sand durch einen Engpass rinnt,

seit dem Tag, an dem unser Leben beginnt.

Langsam erst, das Korn ist fein,

fällt unten in den Boden rein.


Immer vorwärts, niemals zurück,

verrinnt unser Leben, Stück für Stück.

Endlichkeit macht Weise, sollte man denken,

unsere Schritte in andere Bahnen lenken.





Nur nichts verändern, wir bleiben stur,

im Hintergrund rieselt die Lebensuhr,

wenn dann das letzte Sandkorn fällt,

dann gehen wir von dieser Welt.


So läuft wohl unsere Lebensreise,

wir sind nicht arm, doch auch nicht weise,

Mühe geben, ihr versteht,

weil niemand unsere Sanduhr dreht.


© Karl-Heinz Remer (Lichterfelder-Verseschmied)


Bild: Pixabay


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SCHNUPFEN

 

Schnupfen, der hat jetzt Saison

Die Nase läuft nen Marathon

Auch der Husten macht sich breit

Und die Grippe ist nicht weit

 

Taschentücher sind der Renner

Bei Tempotüchern bin ich Kenner

Von Pfefferminz bis Tannenduft

Hängt der Geruch dann in der Luft

 

Die Nase glüht in sattem Rot

Kopfweh sitzt auch mit im Boot

Die Glieder schmerzen im Duett

Am liebsten ging ich jetzt ins Bett

 

Liege ich dann drin, gut zugedeckt

Der heiße Tee ganz scheußlich schmeckt

Die Zähne klappern um die Wette

Ich friere noch im warmen Bette




Ein Freund, er schaut mal kurz vorbei

„Mensch, bist Du ein weiches Ei

Ein Schnupfen haut Dich von den Füssen!“

Ich denke nur: „Das musst Du büßen!“

 

Jetzt bin ich wieder up to date

Alles wieder besser geht

Jetzt nehme ich mir den Kerl zur Brust

Das ihm vergeht zum Spott die Lust

 

© Günter Meckelburg

 

Bild: Pixabay


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Ein schwerer Weg

 

Kein Weg ist je zu schwer ihn zu beschreiten

hab den Mut und geh den ersten Schritt

Wind und Sonne werden dich dabei begleiten

nimm dir die besten Wanderschuhe mit.

 

Stein und Staub wirst du am Wegrand finden

schau nicht hin das Zeug liegt überall

wichtig ist den Dreck zu überwinden

denn es lohnt sich jede Müh und Qual.

 

Hast du Berg und Tal auf Wegen überwunden

kamst nicht ab von jenem steilen Hang

musstest kämpfen viele bitt‘re Stunden

ziemlich oft war dir bestimmt sehr bang.





Doch am Ende eines langen Tunnels

siehst du Licht welches dich erreicht

trotz Angst und eines Bauch Gegrummels

bist du stolz - der Weg - er war nicht leicht.

 

© Angelika Schroeter

 

Bild: Pixabay


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Im Lebensmuseum

 

Vor einem großen Bilderrahmen

sitze ich und schaue

tief versunken

auf die leere Leinwand

im Lebensmuseum.

Vor mir füllt sich die weiße Leere

mit Farben und Formen:

Der Raum meiner Kindheit

mit Spielen, Stofftieren, Puppen,

Seifenblasen, Märchen, meinen Kätzchen ...

 

Der Raum meiner Jugend

mit Rollschuhen, Musik, Jugendgruppe,

buntem Schmuck, Eine Welt-Ideen,

Gedichten ...

 

Der große Raum meines Studiums

und als Lehrerin in der Schule

und in der Gemeinde

und in der Entwicklungshilfe ...

mit Büchern, Dichtern und Poeten,

Philosophen und Theologen,

vielen Menschen, fremden Ländern,

meinen Texten und meiner Poesie

Natur- und Tierliebe ...

 

Vor einem großen Bilderrahmen

sitze ich und schaue jetzt

auf die gefüllte Leinwand

im Lebensraum,

bunte Farben, lebendige Formen,

Blumen und der Lebensbaum,

Wind und Regen mit dem Regenbogen,

auch schwarze Linien und Kreuze ...




Tief versunken in diesen Gedanken,

meditierend die einzelnen Phasen,

hebe ich meine Augen,

schaue erneut auf die Leinwand

und sehe nur noch Rosen,

einnehmend das ganze Bild:

 

Alles, was zählt im Lebensgarten

ist die Liebe,

die wir geschenkt

und empfangen haben,

und der Glaube und die Hoffnung.

Ich stehe auf

und gehe weiter

meinen Weg.

 

© Birgitta Zörner (Text und Bild)


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Die Zeit schreibt Gedichte

 

Es schreibt die Zeit Geschichte

an einem jeden Tag,

manchmal sind es Gedichte,

wie sie ein jeder mag.

 

Von Liebe und vom Leben,

von Freud und auch von Leid,

vom Nehmen und vom Geben,

alles zu seiner Zeit.

 

Sind es doch die Gefühle,

ist es des Schicksals Hand,

alles das sind keine Spiele,

die jemand mal erfand.

 

Sie setzen in uns Zeichen

und geben uns die Kraft,

sie stellen uns die Weichen,

wenn’s auch nicht jeder schafft.

 

Auf des Glückes Hügel

stehen wir gar zu gern,

manchmal bekommt es Flügel

und es zieht von uns fern.

 

Heut sehen wir die Sonne,

morgen des Himmels Grau,

es gibt nicht nur die Wonne,

nicht nur das helle Blau.

 

Lass uns nicht verdrießen,

alles kommt, wie es muss,

nichts gibt es zu vermiesen,

es kommt, wie’s kommen muss!

 

© Luis Walter

 

Bilder: Pixabay


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Ein Traum


Wollt' keine Villa, auch kein Schloss.

Ich wollt' ein kleines Häuschen bloß.

Im Garten einen Apfelbaum

und ringsherum 'nen Lattenzaun.


'nen Rosenstock am Gartentor

daneben lugten Veilchen vor.

Im Garten blühten bunte Blumen

sodass man hört die Bienlein summen.

Gemüse, Kräuter gäb' es auch.

Gesundes eben für den Bauch.


Auch eine Laube wollt' ich haben

dass windgeschützt an kühlen Tagen

darin man selig träumen kann

und auch dichten dann und wann.


'ne Ecke gäb's im Häuschen klein

mit Wolle, Nadeln obendrein.

'ne Bücherwand dürfte nicht fehlen

da Bücher doch so viel erzählen.


Ach, es ist ein schöner Traum.

Er lässt den Wünschen recht viel Raum.

Doch bin ich dankbar, wie es ist.

Das Glück man nicht am Reichtum misst.


© Margarete Meier


Bilder: Montage aus Pixabay-Bildern


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Mondschein


Eines nachts im Kinderzimmer

fällt durch den Vorhang Mondscheinschimmer,

das Kind im Bett kann noch nicht schlafen,

zählt eisern die Herde mit vielen Schafen.


Wie alle Kinder fürchtet es Gespenster,

entdeckt sodann das Licht im Fenster.

Gruselig ist die Kinderwelt,

wenn fremdes Licht ins Fenster fällt.


Neugierig steht das Kind dann auf,

zieht leise die Gardine auf.

Am Himmel thront ganz voll der Mond,

der Anblick hat sich schon gelohnt!


Der schöne Mond, gelb und groß,

ist dem Kind ein schöner Trost.

Mein Freund der Mond wird Wache halten,

alle Kinder beschützen vor Spukgestalten.


Froh ist morgens das Kind aus dem Bett gekrochen,

Wort gehalten er, sein Wort nicht gebrochen!

Wenn nachts wieder Licht ins Fenster scheint,

weiß es: Das ist der Mond, mein großer Freund.


© Karl-Heinz Remer


Bild: Pixabay


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Ein aufgeräumtes Arbeitszimmer

 

Den Duft von geschenktem Moschus

unter Verschluss gebracht.

Die Hülle unseres Lieblingssongs

als Lesezeichen in die Akte gesteckt.

Die Hochzeitfotos

mit schwarzen Luftballons bemalt.

 

Die Wandflecken vom letzten Krach

mit Lösungsmitteln entfernt.

Das brünette Beweisfoto

in Streifen geschnitten.

Aus deinem Abschiedsbrief

einen Papiervogel gebastelt.

 

Den überlassenen Schlüssel

verwahrt, für alle Fälle.

Das Scheidungsurteil

zwischen Buchseiten geklemmt.

Den zersprungenen Heiligenschein

in den Sondermüll geworfen.

 

© Olaf Lüken


Bild: Pixabay


Autorenprofil: https://www.viabilia.de/olaf-lueken-sprueche-gedichte/

 

Und auch hier ist er sehr aktiv: https://www.festgestaltung.de/



Mama

 

Ich sitze auf meinem Zimmer,

Tränen laufen über mein Gesicht,

ich weiß, ich hab‘ dich nicht für immer,

fast unerträglich das Gewicht,

dich einmal gehen zu lassen,

meine Seele wehrt sich …

ich kann es nicht in Worte fassen,

denn Mama: „Ich liebe dich.“

 

Du hast mich geboren - dafür danke ich dir,

hast mir mein Leben geschenkt

und dieses gehört nun alleine mir,

habe mich in diesem genug verrenkt,

bin dadurch gefallen und …

meine Gedanken sind bei dir.

 

An deiner Hand hast du mich geführt,

manch‘ Weg – so schmerzhaft er auch für uns war,

hat mich gelehrt:

Du hast mir gegeben, zu einer Zeit wie es dir möglich war!

 

Die Jahre haben dich alt und gebrechlich gemacht,

es tut mir weh dich so zu seh'n,

auch wenn es dadurch leichter ist zu versteh’n,

wenn dich einmal einholt: die Nacht.

 

Nun reiche ich dir meine Hand –

stolz darauf deine Tochter zu sein,

zwischen uns ein besonderes Band,

denn: Ich bin nicht mehr klein.

 

Ich will dir noch länger zur Seite steh’n,

dir geben was für mich möglich ist,

unseren Weg noch ein Stück gemeinsam geh’n,

dich abholen – von dort, wo du grad bist.

 

„Mama: ganz tief in meinem Herzen hab‘ ich dich immer geliebt,

Danke, das es dich noch gibt.“

 

© Christine Naurath (Text und Bild)


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DAS ALTER


Das Alter hat so seine Tücken,

es fängt an mit Gedächtnislücken.


Man steht im Flur und denkt insgeheim,

wollte ich jetzt rausgehen oder doch eher rein?


Die Brille ist futsch und man sucht sich 'nen heißen°;

und würd' sich am liebsten ins Hinterteil beißen.


Man merkt aber schnell, das kann gar nicht geh'n,

weil die Zähne im Bad im Wasserglas steh'n.


© Gabi Rettstadt


°Dialekt, umgangssprachlich pöttlerisch in Wanne-Eickel = man sucht vergebens


Bild: Montage aus Pixabay-Bildern



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Seifenblase


Bei manchen Männern weiß ich in Sekunden:

Wenn du noch länger bleibst, kommst du so schnell nicht los.

Bei manchen Männern lockt mich, zu erkunden:

Ist da was Echtes, oder liefern sie nur Shows.


Und wenn ich merke, da ist nur Routine

und es wird aufgerissen, was sich nur ergibt,

dann avisiere ich mit hingeriss’ner Miene,

dass es sich lohnt, dass man sich augenblicklich liebt.


Und wenn es klappt, und er ist mächtig in Ekstase,

dann brech’ ich ab und sage so, dass er versteht:

Du bist so hohl wie eine Seifenblase,

die aufblüht,

schillert

und vergeht …


© Dorit Gäbler


Bild: Pixabay


Podcastlink „Seifenblase“ (von ihr selbst gesprochen): https://podcastead42b.podigee.io/16-new-episode

 

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Veränderung

 

Die Ärztin sagte knapp und klar

Sie werden leider blind

Sie haben ca. noch ein Jahr

Ich weiß, was jetzt beginnt

 

Farben werden langsam schwach

Konturen werden weich

Der Blick verschwindet nach und nach

in jeglichem Bereich

 

Vergnügliches Spazierengeh’n

wird nicht mehr möglich sein

Immer öfter bleib ich steh‘n

unsicher und allein

 

Lesen geht noch, weil Kontrast

am Handy scharf entsteht

Ein Buch erahne ich nur fast

und spüre, wie‘s mir geht

 

Ein Jahr lang hatte ich nun Zeit

und lasse los das Sehen

Trauer macht sich manchmal breit

Werde ich bestehen?

 

Ich muss mir merken, was ich tu

stelle um auf Tasten

Das ist zäh, geht nicht im Nu

Ich fange an zu fasten

 

Ruhe, Klarheit braucht der Geist

Ich sitz allein im Zimmer

Bis mich die Zuversicht anweist

Irgendwie geht's immer.

 

© Ernst Richard Edinger


Bild: Pixabay



Wenn die Seele quietscht


Erfüllung kommt oft mit ganz wenig aus,

lass Zufriedenheit in dein Haus.

Meist sind das Dinge, die nicht viel kosten,

deine Seele soll nicht quietschen oder rosten.

Dazu brauchst du eine innere Stärke

für alle deine Lebenswerke.

Mach dein Leben von innen heraus voll und reich,

Unzufriedenheit ist teuer, dazu brauchst du einen Scheich.

Als Gegengewicht für Verletzungen und Sorgen,

musst du dir immer mehr Reichtum borgen.

Und dann, was kommt dann,

Luxus, Unterhaltung, doch irgendwann,

spürst du ganz genau,

die Unzufriedenheit kostet viel, ist nicht für lau.

Mögest du also immer mit wenig auskommen,

dann wird Glück und Zufriedenheit in dein Leben kommen.

So beschützt du deine Seele,

damit es dir an Gesundung nicht fehle.


© Helga Wessel


Bild: Pixabay



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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5


Gedanken eines alten Mannes


Nun bin ich also alt geworden

Denke kaum noch an das Morgen

Ich träume von gestern, leb im Heute

Kenne kaum noch nette Leute


Mein Horizont, er schrumpft fast täglich

Möchte vieles tun, ist nicht mehr möglich

Das Wollen ist gesund und kräftig

Das Können leider krank und schmächtig


Die beiden dann in einem Leib

Bekommen miteinander Streit

Mit uns selber unzufrieden

Ärgern wir die, die uns noch lieben


Versucht einmal, uns zu verstehn

Wie blöd es ist, nichts will mehr gehn

Gern möchte man alles selber machen

Auch wenn die alten Knochen knacken


© Günter Meckelburg


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Loslassen


Gedanken gehen oft zurück

in die Vergangenheit,

denn sie verschließen manches Stück,

das auf dem Weg bereit.

Zieht alles in die Gegenwart,

was einst geschehn an Leid,

vergisst das Glück in seiner Art,

verliert dabei an Zeit.


Wie schwer Loslassen oftmals ist,

ein jeder von sich kennt,

man selten oft das Leid vergisst,

nicht, was man glücklich nennt.

Lass los was Deine Schultern drückt,

wirf ab die schwere Last,

behalte, was dich stets beglückt,

woran du Freude hast.


Vergangen ist Vergangenheit,

was immer auch geschah,

zurück holt man mal keine Zeit,

egal wie man sie sah.

Wenn man vieles auch ändern wollt,

alles ist nun zu spät,

jetzt tun, was man schon immer wollt

und man so gerne tät.


Ein jedes Glück wird nur getrübt,

weil Angst den Einfluss hat,

hast Loslassen doch du geübt,

machst jede Angst du platt.

Doch öffne weit dein Augenpaar,

dann siehst du dieses Licht,

es werden plötzlich Wunder wahr,

denn du hast freie Sicht.


© Luis Walter


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Na und?


Wie viele Träume vergeh’n mit den Jahren

Wie viele Fragen sind nicht mehr akut

Wie viele Schwüre, wie echt sie auch waren

Wärmen uns nicht mehr, erloschen die Glut


Siehst du im Winter ein Schneeglöckchen ragen

Aus Eis und Kälte und grimmigen Hauch

Denk’, dass die Zeiten nie besser waren

Und trotz’ der Kälte, denn du kannst das auch


Spiegelscherben hängen im Baum

Die Vogelbrut zu vertreiben

Die struppigen Spatzen stört das kaum

Sie bleiben …


© Dorit Gäbler


Bild: Pixabay


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FÜR EINE FREUNDIN

 

Und dann passierts:

Du glaubst es nicht,

es scheint, dass alles jetzt zerbricht.

Erst irgendwann wirst Du verstehen,

WARUM das alles so geschehen!

 

Geh langsam jeden neuen Schritt,

das Glück, es gehe mit Dir mit

und wird Dir alles noch vergelten,

was nicht geschätzt

und viel zu selten

ein DANKESCHÖN erhalten hat.

 

Nun fühl Dich frei

und starte neu!

 

© Michaela Rott

 

Bild: Pixabay


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Kinderwunsch

 

Ach wäre ich doch schon groß,

was machte ich da alles bloß?

Erst suche ich tolle Arbeit, bekomme viel Geld,

jetzt bin ich erwachsen, mir gehört die Welt.

Ich rede dann so laut, wie ich will

und keiner sagt: „Sei endlich still.“

Fernsehen kann ich Tag und Nacht,

werde nicht mehr früh zu Bett gebracht.

Täglich darf ich Süßigkeiten naschen

und keiner wird mich dabei überraschen.

Waschen, das muss nicht täglich sein,

fühle mich ungewaschen auch ganz rein.

Zähneputzen, das tue ich noch,

sonst findet der Zahnarzt schnell ein Loch.

Darf nun in jedes Kino gehen

und mir Actionfilme ansehen.

Kann Autofahren auf den Straßen

und wie die Erwachsenen auch mal rasen.

Kaufen kann ich, was mir gefällt,

verdiene mehr als nur Taschengeld.

Bei Mac Donalds esse ich mich kugelrund

und keiner sagt: „Das ist nicht gesund.“

Was machte ich nur alles bloß?

Ach, wäre ich doch nur schon groß.

 

© Thea Küch

 

Bilder: Pixabay


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Alt oder jung

 

Als Kind da dachte ich: Oh Graus,

wie seh ich wohl später als Oma mal aus?

 

Mit 30 kam dann die Ladung geballt,

für Kinder ist man da schon uralt.

 

So ziehen sie hin, die nächsten Jahre

und man entdeckt nun graue Haare.

 

Der Gang ins Bad, er wird zur Plage,

gemeinsame Sache machen Spiegel und Waage.

 

Restaurieren ist angesagt, nicht mehr schminken,

im Geschäft nun große Größen winken.

 

Aber keine Angst, Ihr Lieben,

wir lassen uns nicht unterkriegen.

 

Das Alter hat Vorteile, denn dann ist man frei,

denn der Diätenwahn ist dann endlich vorbei.

 

© Gabi Rettstadt


Bild: Pixabay


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Eine Tür zwischen zwei Menschen

 

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen,

Erwartungen diesbezüglich will ich nicht dämpfen.

Sicherlich können Türen manchmal knarren,

man darf sie nicht verschließen, und dann erstarren.

Eine enge Beziehung braucht zwei weite Herzen,

ein wahrer Freund darf auch über mich scherzen.

Das Auge eines Freundes ist der beste Spiegel,

das bestätige ich gern mit einem Siegel.

Wirklich beste Freunde kennen mich sehr gut,

halten auch bei Fehlern zu mir, geben mir Mut.

Ein wahrer Freund nimmt meine Hand und berührt mein Herz,

steht mir bei in Kummer und Schmerz.

In der Luxuslimousine fährt jeder gerne mit,

doch Menschen bei der Busfahrt halten mich fit.

Schlimm ist es, wenn man Freunde braucht,

und sie sind, warum auch immer, abgetaucht.

Deshalb gilt das oberste Gebot:

Freundschaften pflegen nicht nur in Not.

 

© Helga Wessel

 

Bild: Pixabay


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Lebenstanz


Am Tag und in der Nacht,

voller Anmut und Grazie,

innig verbunden

mit der Schöpfung

💃


Lebenstanz

Am Tag und in der Nacht,

manchmal einsam und traurig,

ein elegisch getanzter Klagepsalm,

manchmal froh und glücklich,

ein impulsiv erlebtes Jubellied

💃


Lebenstanz

Am Tag und in der Nacht,

wie die Füße morgen

tanzen werden,

ist noch offen

💃


Die Zuversicht geht mit


© Birgitta Zörner (Text und Bild)


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Was ich mir selber wünsche


Will so bleiben, wie ich bin,

alles andre macht keinen Sinn,

weiter möcht' ich Tränen lachen

über ganz banale Sachen,

versinken möcht' ich in Gedanken,

grenzenlos und ohne Schranken,

bleib' mir selber immer treu

und das alles ohne Scheu,

meine Ecken und auch Kanten,

gehör'n zu mir wie die Verwandten,

meine Hände reich' ich gerne,

weil ich selber dazulerne,

spiel' meine eigene Melodie,

verstehen werden's manche nie,

nehm' mir meine Zeit für mich,

das Leben ruft ja - ICH bin ICH,

möchte keinen Tag verlieren,

und als MENSCH hier existieren,

dank' allen, die an mich glauben,

nicht den letzten Nerv mir rauben,

ein Lächeln schenk' ich meinen Lieben,

Worte hoffnungsvoll geschrieben,

so liebevoll und herzlich rein,

geh' durchs Leben nicht allein,

gesund sollt ihr alle bleiben,

möcht' euch noch so vieles schreiben,

geb' und liebe mit dem Herzen,

heute brennen vierundvierzig Kerzen.


© Diana Weber


Bilder: Pixabay


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Tod und Leben

 

Es gibt dem Leben seinen Sinn,

gibst Du Dich ihm wirklich hin.

 

Vieles kannst Du ausprobieren,

Menschen begegnen, Menschen berühren,

Talente entdecken und entfalten,

Ideen verwirklichen, Leben gestalten,

bewundern das Leben aus vollem Herzen

und durchleben Kummer und Schmerzen.

Sich geben der Liebe hin,

das gibt dem Leben den tiefsten Sinn,

und aus der Liebe handeln,

anderen helfen, das Leben wandeln.

 

Jegliche Not beendet der Tod.

Das Erdenleben wird aufgegeben.

Geht ein Mensch von Dir,

fehlt er Dir und Euer WIR.

Du kannst Seine Hand nicht halten,

musst alles allein gestalten.

Tränen helfen Dir zum Glück,

ihn loszulassen, Stück für Stück

Andere Menschen Trost Dir spenden,

helfen Dir, Dein Schicksal zu wenden.

Nach dem Tod beginnt auch Leben,

Dankbarkeit wird Kraft Dir geben.

Die Seele nicht verloren geht,

Ihr Euch woanders wiederseht.

 

Es gibt dem Leben seinen Sinn,

gibst Du Dich ihm wirklich hin.

 

© Claudia Völker


Bild: Pixabay


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Der kleine Mann im Ohr

 

Den kleinen Mann im Ohr

stelle ich mir folgendermaßen vor.

Er sagt mir ständig aufmunternde Dinge,

auf dass mir vieles besser gelinge.

Er sagt: „Komm, sei stark, du schaffst das.“

„Klar“, antworte ich, „das hat was.“

Er sagt: „Das bekommst du hin.“

Für mich hat es einen Sinn.

Er sagt: „Eins nach dem anderen.“

Ich beginn‘ mit dem Leichteren.

Er sagt: „Steh wieder auf.“

Ich bau es ein in meinen Lebenslauf.

Er sagt: „Mach weiter, du bist gleich fertig.“

Was ist wichtig und für mich wertig.

Er sagt: „Gut machst du das, mach weiter so.“

Ich bin zufrieden und auch froh.

Er sagt: „Du bist einzig und die Beste.“

Ich glaube es im Kreis mancher Gäste.

Er sagt: „Denk an das Gute, wenn du fertig bist.“

Ich glaube, es ist keine List.

Er sagt: „Mach eine Pause und belohne dich.“

Ich nehm mir die Zeit, sicherlich.

Wie wäre es mit solch einem kleinen Mann?

Bestimmt sehr hilfreich, dann und wann.

Die Stimme flüstert mir ins Ohr,

wenn ich nicht zuhöre, bin ich ein Tor.

 

© Helga Wessel

 

Bild: Collage aus Pixabay-Bildern



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Menschenliebe

 

Du bist ein wahrhaft freier Geist

Wenn du für dich die Antwort weißt.

Wohin die letzte Reise geht

Wenn es für dich ans Gehen geht.

Leb gerne daher, sei kein Tor.

Leb glücklich und bereit‘ dich vor

Wer sich und andere wirklich liebt

Dem Leben erst Bedeutung gibt.

 

© Ramon Kara


Bild: Pixabay



Faulenzertag!

 

Das Wetter ist schlecht, was soll ich heut tun?

Den ganzen Tag putzen bringt auch keinen Ruhm.

Man hätte ja Zeit ein Gedicht hier zu schreiben,

doch mir fällt nichts ein also lasse ich‘s bleiben.

 

Regen prasselt ans Fenster, der Herbst lässt nun grüßen,

so werd ich den Tag mir mit Lesen versüßen.

Irgendwie ist es klamm, ich fröstle sodann.

Kuscheldecke und Weste halten mich warm.

 

Ich kuschle mich ein mit einem Glas Wein

und hol mir zum Naschen nen Dominostein.

Bei diesem Wetter macht wirklich nichts Spaß,

ich geh heut nicht raus, sonst werde ich nass.

 

Der Garten muss halt wieder mal warten,

da werd ich erst wieder bei Sonnenschein starten.

Alles dunkel und grau, wenn ich so schau,

ich glaube vom Wein werde ich langsam blau.

 

Genussvoll mümmle ich mich auf die Couch

und streck meine müden Glieder nun aus.

So ein Faulenzertag muss auch mal sein,

bevor ich mich besinne, schlafe ich ein.

 

© Irmgard Behrend


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Das Radeln ist des Radlers Lust

 

Wenn ich in die Pedale steige,

spüre ich die frische Luft

und nach ein paar festen Tritten,

perlt ab von mir der ganze Frust.

 

Ein leichter Wind umspült die Nase,

mein Kreislauf kommt ganz schnell in Schwung,

und nach ein paar Kilometern,

fühl frisch ich mich und fit und jung.

 

Urplötzlich hab' ich einen Platten,

hör' ein Ächzen am Radgestell,

klappre über Gräsermatten.

In der Ferne Hundegebell.

 

Ich nehme mein Rad fest in die Hand

und schiebe es in Richtung Haus.

Ein Schriftzug prägt die Wirtshauswand:

„Hier lebt die Welt in Saus und Braus.“

 

Im Stüberl bis kurz nach „2“.

Ich könnt' beim Gehen Schuhe besohlen.

Zu Ende ist die Treterei.

Das Rad wurde mir in der Nacht gestohlen.

 

© Olaf Lüken


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Die besten Dinge im Leben kosten nichts

 

Konzentriere dich auf deinen Atem.

Ein und aus und bitte warten,

begleitet von deiner Aufmerksamkeit

und auch von deiner Wachsamkeit.

 

Meditation kostet dich kein Geld, nur Zeit,

statt Stress erntest du Gelassenheit.

Du kommst besser mit den Menschen klar,

Impulskontrolle bleibt berechenbar.

 

Du wirst widerstandsfähiger, siehst jünger aus,

für deine Willenskraft erntest du Applaus.

Alles in allem bist du fokussierter

in allem viel organisierter.

 

Du brauchst dafür Biss und langen Atem,

ich kann nur jedem dazu raten.

Du siehst, die besten Dinge im Leben sind umsonst,

denk daran, was du mit Meditation alles bekommst.

 

© Helga Wessel

 

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Was hab ich für ein Glück!

 

Vom Flaschenpfand, da kauf ich mir

ne Portion Pommes und ein Bier.

Ach, das Geld ging wieder aus,

doch hungrig geh ich nicht nach Haus.

 

Ich laufe durch den Supermarkt,

da habe ich doch gleich gespart.

Prozente gab's auf viele Sachen,

das kann mich immer glücklich machen.

 

Die Wurst ist auch im Angebot,

so hab ich abends keine Not.

Fröhlich geht‘s ins traute Heim,

ich kaufte viele Sachen ein.

 

Der Kühlschrank voll, der Beutel leer,

mache ich mich über die Pommes her.

Doch weil das sehr trocken ist,

ein Bierchen durch den Rachen fließt.

 

Warm wird mir und voller Glück

verzehre ich noch ein Kuchenstück.

Ach geht's mir gut, ich bin zufrieden,

kann das am kühlen Bierchen liegen?

 

Und die Moral von der Geschicht:

Man braucht nicht viel zum kleinen Glück.

Zufriedenheit und Wohlbefinden,

so kann man Manches überwinden ...

 

© Irmgard Behrend

 

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Die verlorene Zeit

 

Verlege ich meine Armbanduhr,

so bleibt sie zuerst verschwunden.

Mit etwas Glück, ein wenig nur,

hab' ich sie wiedergefunden.

 

Doch stiehlt ein Mensch mir meine Zeit,

frech, eiskalt und unverfroren,

so ist sie, bis in Ewigkeit,

für mich auf immer verloren.

 

© Olaf Lüken


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Meine Straße


Die Straße, in der ich wohnte,

mit Christine und Rainer und Hans,

hatte Bäume und Ecken und Asphalt,

auf dem unsre Kreisel getanzt.


Hatte Kästchen, in denen man hüpfte

und geschützt durch hohen Rand

fuhren unter ihr Züge um Züge,

mit denen die Sehnsucht verband.


Die Straße, in der ich wohnte,

kannte Ballspiel, Streiten, Lachen, Geschrei,

nur wenn ein Hausmeister drohte,

war Streiten tabu und vorbei.


Und einmal, da bauten im Winter

wir einen Iglu aus Schnee

und waren die glücklichsten Kinder,

nicht Hunger, nicht Kälte tat weh.


Die Straße, in der ich wohnte,

in der Hans mich zum ersten Mal geküsst,

war Kindheit und Jugend und Heimat

und bleibt für mich, was es ist.


Geborgenheit, Neugier, Gemeinschaft,

wo einer dem andern vergibt.

Die Straße gibt’s nur noch im Herzen,

bleibt, wie man als Kind sie geliebt.


© Dorit Gäbler


Bilder: Pixabay


Podcastlink „Meine Straße“ (von ihr selbst gesprochen): https://podcastead42b.podigee.io/12-new-episode


Mehr von Dorit Gäbler findet Ihr hier: https://www.facebook.com/dorit.gabler.7

und auf ihrer Künstlerseite.

Wenn Ihr sie live erleben möchtet: Hier geht's zu ihren Tourdaten:

https://www.dorit-gaebler.de/tourdaten



Die Liebe zur Musik


Musik ist Therapie

von Anfang an bis zum Genie.

Musik bereits im Mutterleib,

sind für Kind und Mutter Zeitvertreib.

Musik kann Balsam für die Seele sein,

Förderung für Groß und Klein.

Musik löst Glückshormone aus,

Musik verursacht Gänsehaut,

selbst wenn man auf die Pauke haut.

So reicht oft schon ein Weihnachtslied,

dass man bereits die Tanne sieht.

Kinder singen laut und leise,

ganz speziell auf ihre Weise.

Und die Alten singen auch,

oft im Heim ein schöner Brauch.

Demente Menschen erinnern sich,

ihr Singen und ihr Lächeln erwärmen mich.


© Helga Wessel


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Lebe

 

Und wenn Liebe eine Sünde wäre,

so lass mich lieben Tag für Tag,

auf dass mein Herz wachse

und klinge wie ein Harfenspiel,

so sanft und voller Hingabe.

 

Und wenn Leidenschaft eine Sünde wäre,

so lass mich leidenschaftlich sein Tag für Tag,

auf dass ich brenne wie ein lodernd Feuer,

leuchtend und warm.

 

© Beate Antons


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Zeit

 

ticktack - ticktack

 

- DU -

 

bist überall,

außen wie innen,

hinterlässt Spuren,

unaufhaltsam,

ein Geschenk,

 

ticktack - ticktack

 

- ICH -

 

seh' dich nicht,

riech' dich nicht,

greif' dich nicht,

schmeck' dich nicht,

hör' dich nicht,

 

ticktack - ticktack

 

- WIR -

 

malen unser Leben,

in und mit dir,

im Gestern,

im Heute,

im Morgen,

 

- ZUSAMMEN -

 

lachen,

weinen,

wandeln,

verbinden,

ohne ein Zurück!

 

ticktack - ticktack

 

© Diana Weber


Bilder und Hintergrund: Pixabay


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Ach, du liebe Zeit!

 

Wenn die Zeiger an den Uhren

tickend um das Zentrum kreisen.

Wenn wir warten in Praxen, Fluren,

in Bahnhöfen und an den Gleisen.

 

Dann fragen wir:

 

Hilft Zeit uns auch mit gutem Rat?

Fängt der Vogel den frühen Wurm?

Gut Ding auch wirklich Weile hat?

Zeit ist Geld! - schreit wer vom Turm?

 

Heilt die Zeit wirklich alle Wunden?

Wie viel Zeit verläuft im Sande?

Gehn Jahre, Monate, ja Stunden,

unerfüllt durch unsere Lande?

 

Zeit lässt stofflich sich nicht zimmern.

Zeit hilft, sich auch an GUTES zu erinnern.

 

© Olaf Lüken


Bild: Pixabay


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Zeit


Jahrtausend, Jahrhundert, Jahr, Monat, Tag und Stunden

und da gibt es auch die vollen Minuten und Sekunden.

Lag ein Jahr vor uns, hat es sich oft in die Länge gezogen,

doch ist es vorbei, war es nur so verflogen.

Tage voller Trauer, Mühe oder Plage,

wirken viel länger als fröhliche Tage.

Und brütest du bei Prüfungsaufgaben bang,

dann werden Minuten wie Stunden so lang.

Hast du einen lieben Menschen lange nicht gesehen,

dann wird dir beim Warten die Zeit nicht vergehen.

Bist du mal krank, das scheint wie eine Ewigkeit,

doch nur Geduld, alles braucht seine Zeit.

Und bist du glücklich, dann eilt die Zeit

Und es ist alles gar nicht mehr so weit.


© Thea Küch


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Lob der Arbeit                 

 

Du musst, das Wort geht stets mit dir,

vom Morgen- bis zum Abendschein.

Du bist nicht nur zum Träumen hier,

dich zwingt der Tag behänd zu sein.

 

Und hast du nichts am Tag vollbracht,

der Abend keine Freude macht.         

Du kannst nicht tun, was dir beliebt,

du bist ein Rad von vielen bloß,

eins stützt das andere, klein und groß,

wer nicht für andere ist bereit,

für den hat auch kein anderer Zeit.                       

 

Tu deine Arbeit, wie du musst

und würze sie mit Lieb und Geist,

dann wird am Ende dir bewusst,

dass Müssen doch nur Dürfen heißt.

Denn durch die Arbeit wachsen wir,

sie bringt den wahren Frieden dir.

 

© Margit Förster


Bilder: Pixabay



SEELENKLANG


Geboren wirst Du kleine Seele

ein langer Weg liegt nun vor Dir,

bekommst Dein eigenes Erdenkleid

denn zum Lernen bist Du hier.


Ein jedes Lebensjahr auf Erden

kommt einer Treppenstufe gleich,

doch irgendwann nach langer Reise

hast Du dann Dein Ziel erreicht.


Strahlst dann so hell in neuem Glanz

Dein Erdenkleid, das legst Du nieder,

Zufriedenheit und Zuversicht:


💖DIE HEIMAT HAT DICH WIEDER 💖


Dein Seelenklang so hell und klar,

so weit entfernt und doch so nah.


Gabi Rettstadt


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Der Bus des Lebens

 

Flapsig und ein wenig schräg

Ist so mancher auf dem Weg.

 

Auch ist man allzu gerne da

Mit nem tollen Spruch – tata –

 

Unerreichbar für die Welt

Breiten Beines aufgestellt.

 

Überall nur vorne dran.

Allen zeigen was man kann.

 

Immer nur ja und niemals nein.

Ich bin‘s ja, so muss das sein.

 

Fragt man dich so sagst du ja,

Ich bin’s, Leute, schaut – tata –

 

Schön ist’s, wenn der Beifall kommt

Schlimm jedoch, wenn‘s anders kommt.

 

Werden dann die Lasten schwer

Sagt man nicht, ich kann nicht mehr.

 

Legt man einmal Lasten ab

Denkt sich gleich, he machst du schlapp?

 

Plötzlich dann wird s richtig knackig

Breite Beine werden wacklig.

 

Liegst daneben, Einsicht reift

Dich hat grad ein Bus gestreift.

 

Schön ist‘s Freunde dann zu haben!

Die, die Lasten für dich tragen.

 

Tragen Lasten, tragen dich

Lassen dich nicht gleich im Stich.

 

Nimm es an, 's ist so gewollt!

Sonst – hätt‘ der Bus dich überrollt.

 

© Ramon Kara


Bild: Pixabay



Stimmen deiner Lieben

 

Bist hinein geboren,

wurdest nicht gefragt.

Der Klang in deinen Ohren,

vertrauter Tag für Tag.

 

Je länger du geblieben,

Je mehr man auf dich baut.

Die Stimmen deiner Lieben,

sie werden dir vertraut.

 

Die Stimmen deiner Lieben

sind bald ein Teil von dir.

Wirst du auch fort getrieben,

ein Teil von dir bleibt hier.

 

Wo immer es dich hinführt,

vergiss die Stimme nicht.

Die Stimme deiner Lieben,

die leise zu dir spricht.

 

Die Stimmen deiner Lieben,

vertraue auf ihr Wort.

Die Stimmen deiner Lieben,

sind niemals wirklich fort.

 

Und ist dir nichts geblieben

und geht verlorn das Glück.

Die Stimmen deiner Lieben,

sie rufen dich zurück.

 

© Thomas Eckstein


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Das kleine Glück

 

Das kleine Glück

kommt zurück

Stück für Stück,

wenn du in der Vergangenheit wühlst,

und du dann fühlst,

in deinen Erinnerungen,

was alles gut gelungen.

Ich mache den Test

und stelle fest,

es gibt tatsächlich viele,

die führen mich zum Ziele,

die Zukunft positiv zu gestalten,

das kleine Glück zu nutzen und zu verwalten.

Gerade habe ich festgestellt,

es macht mich glücklich, wenn es schellt,

und der Paketbote das erwartete Paket zustellt,

empfinde ich Zufriedenheit in meiner Welt.

Es sind die kleinen Glücksmomente,

gerade im Alter, zur Zeit der Rente.

Ich werde weiter wühlen

und mich dabei gut fühlen.

Versuch

macht klug!

 

© Helga Wessel


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Die „lieben“ Kleinen


Herzrhythmusstörungen, oh welch' Graus,

damit kam ich ins Krankenhaus.

Mittagessen so grad vorbei,

meine Frau kam mit, so um halb zwei.


Sie fuhr mich hin zum Krankenhaus,

sprach: “Machen wir das Beste draus!“

Das Beste also, ich armer Mann,

dann rief sie unsere Jungen an.


Davon haben wir Stücker drei,

die kamen dann alsbald vorbei.

Vor meinem Bett taten sie stehen,

mit viel Zeit, wollten nicht gehen.


Ich aß Kuchen, so im Sitzen,

als zwei von ihnen aus dem Zimmer flitzen.

Den Dritten habe ich angestiert,

ihr Beschluss stand: Der simuliert!


Mit einer jungen Schwester an der Hand,

kamen die zwei zurückgerannt.

„Die Schwester hat das Sagen hier,

unser Vater braucht ein Klistier.“


In ihrem Gesicht erscheint ein Lachen,

sprach: “Hab alles hier, können wir machen!“

„Im Reformhaus ist Papa guter Kunde,

der steht halt auf Naturheilkunde.“


Rettung naht, ein Arzt erscheint,

hört sich an, was die Meute meint,

hat lächelnd dann, gar nicht verbissen,

die Rabauken einfach rausgeschmissen.


Ich wurde verlegt, ihr ahnt es schon,

zunächst mal auf die Wachstation.

Zum ersten mal an diesem Tage,

begriff ich den Ernst meiner Lage.


Mit meiner Familie bin ich Reinen,

fürchte nur das Mitgefühl unserer „lieben“ Kleinen!


Irgendwann sind die vielleicht auch mal dran,

drum schrieb ich das, damit ich mich erinnern kann ...


05.06.2020


© Karl-Heinz Remer/Lichterfelder - Verseschmied


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Geburtstag


Geburtstag feierst du nun heute

in deinem neuen Reich da oben,

sicher triffst du viele Leute,

werdet singen und auch toben.


Ich werde heute an dich denken,

ganz besonders sehnsuchtsvoll,

würd' dir gerne etwas schenken,

was wäre denn für dich ganz toll?


Vielleicht ein bisschen Schokolade,

dunkel und mit Nüssen drin

oder selbstgemachte Marmelade,

mit Kirschen und ein bisschen Gin?


Aus Sahne eine große Torte,

mit bunten Perlen schön verziert,

in der Mitte stehen Worte,

mit Blümchen so schön arrangiert?


Nichts von diesen ganzen Sachen,

scheint das Richtige zu sein,

möcht', dass deine Äuglein lachen,

plötzlich fällt mir etwas ein.


Ich zünde dir ein Kerzchen an,

schaue hoch ganz lieb zu dir.

Am Luftballon ein Zettel dran,

mit vielen Küsschen nur von mir.


Halt ihn fest in meiner Hand,

höre tief ins Herzchen rein.

Lass' ihn fliegen in dein Land,

bis er nur noch ist ganz klein.


Schick' mir einen Sonnenstrahl,

durch den eisig glitzernd Ast

und wenn er ist gar minimal,

gewiss, dann bin ich auch dein Gast.


Auf dich ein herzliches Prosit,

es blubbern viele Bläschen,

sing' leise dir ein kleines Lied,

stoß' an mit einem Gläschen.


© Diana Weber


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Schenk doch wieder mal ein Lächeln

 

Am Morgen schon ein kleines Lächeln,

am Morgen schon ne kleine Freud,

an einen lieben Menschen denken,

kein Fehler, der dich heut schon reut.

So kannst Du jeden Tag beginnen,

denn jeder Tag bringt dir dann viel,

und immer wieder nur mal lächeln,

dann kommst du besser an dein Ziel.

 

Geh jedem Menschen mal entgegen,

der heute mal nicht gut gelaunt,

zeig dich immer von der besten Seite,

was meinst du, wie der dann recht staunt.

Hilf einem Menschen etwas tragen,

strahl deine Fröhlichkeit mal aus,

du wirst es selber dann kaum glauben,

dasselbe kommt aus ihm dann auch raus.

 

Schenk doch wieder mal ein Lächeln

und es kommt zu dir zurück,

denn nur ein so kleines Lächeln

verbreitet schon ein wenig Glück.

 

© Luis Walter


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Seine bisher erschienenen Bücher: https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Luis+Walter



Etwas hierlassen

 

Jeder Mensch lässt einst zurück

Dinge seines Lebens

Erinnerung ein großes Stück

nichts war hier vergebens.

 

Er gab an Kind und Kindes Kind

Erfahrung die er machte

die heut noch immer wichtig sind

und Sinn ins Leben brachte.

 

Manch altes Foto zeigt der Welt

was er an Kleidung trug

gesammelt ward sein altes Geld

auch das scheint manchmal klug.

 

Ein Stammbuch zeugt von seinem Sein

das man weiter reicht

da schreibt man immer wieder rein

das was von Tod und Leben zeugt.

 

Und wenn der letzte Stein dann fällt

auf den man seinen Namen schrieb

lebt er in der Gedankenwelt

weil sonst nichts von ihm übrigblieb.

 

Verstand und Herz die sagen dann

„Erinnerung“ ist gut

weil man nur vergessen kann

worüber man nicht reden tut.

 

© Angelika Schroeter

 

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Respekt

 

Nehmen wir die Menschen,

so wie die meisten sind.

Bist ein Schwarzer, Weißer

oder ein Wickelkind.

 

Schütze die Schwachen,

mach‘ sie wieder stark.

Lass‘ sie wieder lachen,

mach‘ sie bitte autark!

 

Respektiere unsre Menschenwelt

und deren Hab und Gut.

Menschenliebe gibt es ohne Geld.

Mach‘ deiner Umwelt Mut!

 

Werde dir nicht selbst zur Last,

bewahr‘ dir deine Welt.

Säge nicht am eigenen Ast.

Sei der Welt der Menschen Held!

 

© Olaf Lüken

 

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VERGANGENHEIT


Vergangenes wird zur Geschichte …

nicht alles geht dabei verloren.

In Büchern wird davon geschrieben …

was die Menschen früher trieben.

Erzählen von Glück und von Verderben …

die Erinnerung wird so nicht sterben.

Die Zeit bleibt flüchtig wie der Wind …

niemand bleibt ewig darin nur Kind.

Jeder Tag versinkt in die Ewigkeit …

reicht die Hand der Vergangenheit.

Die Zeit trägt alles davon …

in wirbelndem Spiel.

Selbst wenn es noch vor dir liegt ...

das ersehnte Ziel.

Alles kommt und vergeht …

was es auch sei.

Drum nutze die Zeit ...

und sei klug und weise dabei.


© Claudia Solbach (Text und Bild)


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Wir alle kommen an.


Du gehst DEINEN Weg, mein geliebtes Kind

so wichtig, gerade wenn unsere Wege verschieden sind.

Eine gute Zeit gingen wir gemeinsam,

wohl unterschiedlich, doch nicht einsam.


Damals war ich in deinem heutigen Alter,

jetzt bist du von deinen Kindern der Wege-Verwalter.

Heute verändern sich wieder meine Ziele,

weite Wege gibt es nicht mehr viele.


Unsere Reise hört nicht auf

Erinnerungen gestalten den Verlauf

Wir ziehen weiter unserer Kreise

Jeder ganz auf seine Weise


Für dich sind's noch mehrere Abzweigungen,

je nach Pflichten und nach deinen Neigungen.

Wichtig ist gegenseitige Toleranz,

gekoppelt mit Akzeptanz,

für die Wege der andern,

die wir getrennt oder noch gemeinsam

wandern.


Wir alle kommen an,

fragt sich nur wie und wann.

Eine lange Reise hört nicht am Ziel auf

Manche Erinnerungen bleiben in eurem Lebenslauf


Unsere Reise hört nicht auf

Erinnerungen gestalten den Verlauf

Wir ziehen weiter unserer Kreise

Jeder ganz auf seine Weise


© Helga Wessel


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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5



Nachtmusik

 

Wenn Meere aus Melodien mich im Dunkeln erreichen

und knisternde Klänge im luftleeren Raum

wie glimmende Laute um Häuserblocks schleichen

erscheint mir Musik wie ein wärmender Traum.

 

Wenn treffende Töne gen Herzgegend zielen

und Rhythmen so schräg und doch so klar

mit dröhnenden Bässen ihre Nachtmusik spielen,

ist es mir stets magisch und wunderbar.

 

© Fabio Berman

 

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Bei Poetry.de unter dem Namen Travis Beamer^^: https://www.poetry.de/


Sein Buch „Die schimmernden Welten des Travis Berman“: https://t1p.de/f28ow


Die Schlankheitskur


Ich stehe vor dem Spiegel und kriege einen Schreck,

auf meinen Hüften ist jede Menge Speck.

Die Hose fängt auch schon an zu kneifen

und um die Taille bilden sich Reifen.


Da hole ich mir die Zeitung „Bild der Frau“,

denn was heute „in“ ist, weiß die genau.

Schon sehe ich Damenmode mit viel Chic,

doch leider bin ich dafür zu dick.


Jetzt beschließe ich abzuspecken,

ich muss nur noch das Richtige entdecken.

Nehme ich Tabletten die das Fett killen,

oder solche, die den Hunger stillen?


Nein, ab morgen mache ich Diät

und hoffe, es ist noch nicht zu spät.

Nun gibt es Vollkorn, Gurken und Tomaten,

verzichtet wird auf Sahnekuchen und Schweinebraten.


Wenn Wein und Bier auch noch so winken,

ich werde eisern Wasser trinken.

Damit die Abspeckfalten schnell verschwinden,

werde ich mich im Fitness–Studio schinden.


Es rinnt der Schweiß, ich mache alles mit

und bin in sechs Wochen bestimmt ganz fit.

Ich sehe die Pfunde nur so weichen

und werde bald eine Traumfigur erreichen.


Gehe ich dann durch das Dorf „rank und schlank“,

fragt mich ein jeder: „Thea, warst du krank?“


© Thea Küch


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Wenn Alltäglichkeiten zum Problem werden

(Leitfaden zum Binden der Schuhe)


Kriegst du die Schuhe nicht gebunden

Sind die Füße zu weit unten

Die Arme sind zu kurz geworden

Das gibt's im Süden, wie im Norden


Es wird nichts weiter übrigbleiben

Als in der Mitte etwas rauszuschneiden

Die bessere Lösung, fast ein Muss

Sind Schuhe mit 'nem Klettverschluss


Was man auch kann begrüßen

Sind Slipper, dann an beiden Füßen

Ist auch noch im Weg der Bauch

Steh auch ich nun auf dem Schlauch


FdH, das ist dann angesagt

Auch wenn dich dann der Hunger plagt

Etwas sag ich noch dazu

Besser ohne Bauch, als ohne Schuh


© Günter Meckelburg


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Am Fenster

 

Schatten überziehen die Felder.

Ein Schleier umnebelt die Wälder.

Die Kraniche auf ihren Flügen

gesellen sich zu Wanderzügen.

 

An jedem Strande möchte ich liegen,

mit jedem Vogel südwärts fliegen.

Ich will reisen, auch manchmal bleiben,

wie Segler durch die Lüfte treiben.

 

Lerchen hoch gen Himmel steigen,

Wanderer sich eher einzeln zeigen.

Am Himmel sehe ich Wolkensäcke,

greife nach meiner Daunendecke.

 

Draußen faucht ein stürmischer Wind.

Eine Mutter ruft nach ihrem Kind.

Später im Dorf wird offenbar,

dass Junior auf dem Bolzplatz war.

 

Ein milder, ja, warmer Regen fällt.

Ein Hund, der auf der Straße bellt.

Das ist mein kleines Fensterglück.

Auch die Schwalben kehren zurück.

 

© Olaf Lüken


Bild: Collage aus Pixabay-Bildern


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Nimm das Leben nicht zu ernst ...

 

Oft steh ich vor dem Spiegel allein

und red mit mir, das muss so sein,

mein Hausarzt hat es mir empfohlen,

dabei grinst mein Spiegelbild verstohlen.

Bin der Mensch, der es erkennt,

der Blick in den Spiegel macht intelligent,

man kann leichter mit sich selber lachen,

wenn Lebensumstände keine Freude machen.

Drum ist der Spiegel mein persönliches Glück,

bringt er die gute Laune sofort zurück,

nimm auch du das Leben nicht zu ernst,

weil du's Lachen sonst verlernst.

 

© Michael Wies

 

Bild: Montage aus Pixabay-Bildern


Facebookprofil: https://t1p.de/22hd

 

Veröffentlichungen:

 

Bad Kreuznach - Kurstadt an der Nahe - meine Heimatstadt:

https://bit.ly/2snxJvL


Es war Liebe auf den ersten Blick ...

https://bit.ly/2ZxBeMa


Katzen - Kleine Tiger auf vier Pfoten

https://bit.ly/2F5ji28


Gute Nacht - Geschichten

https://bit.ly/39mITRS


Und es ist immer noch Liebe …

https://bit.ly/37ptjTT



Memento mori

 

Das Leben ist im Augenblick

Lasst die Weiden trauern

Doch wenn zu Ende ist das Stück

werd manches ich bedauern

 

Hab einiges wohl falsch gemacht

um Gutes mich bemüht

hab viel geliebt und gern gelacht

was immer auch geschieht

 

Ein letztes Mal dich zart berühren

mit dir die Süße naschen

Bald werd das letzte Hemd ich spüren

und es hat keine Taschen

 

Lebenslang und so auch heut

gab's einen guten Freund

Er schaut mich an, ich bin bereit

Nicht nötig, dass ihr weint

 

Es verblassen Angst und Schmerz

Ich gehe in das Licht

Voller Liebe ist mein Herz

Bald seh ich mein Gesicht.

 

© Ernst Richard Edinger


Bild: Pixabay



Ein Augenblick

 

Es ist nur ein kleiner Augenblick,

man sieht nicht vorwärts, nicht zurück.

Das Jetzt, was jetzt geschieht,

ganz schnell der Augenblick entflieht.

Er kann Frohsinn und Freude in uns wecken,

aber auch Grauen, Angst und Schrecken.

Es liegt in unserem Ermessen,

daran zu denken oder ihn zu vergessen.

Möge der unvergessliche Augenblick

voll Freude sein und voller Glück.

 

© Thea Küch

 

Bilder: Pixabay


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Ist das schon Demenz?


Ein Winterabend still und kalt ...

Ein alter Mann stapft durch den Wald.

Es hat geschneit die ganze Nacht,

das hat der Winter gut gemacht.


Er ging schon oft den Weg allein.

Durch die Nacht im Mondenschein

findet er heute nicht den Weg,

wo es zurück nach Hause geht.


Im finsteren Tann geht er voran,

von Schnee bedeckt der ganze Mann.

Es schneit und es ist bitter kalt.

Er irrt schon Stunden durch den Wald.


Vom Mond erhellt, es funkeln Sterne

am Himmelszelt, das hat er gerne.

Doch nun wird ihm allmählich kalt,

findet den Weg nicht aus dem Wald.


Da kam ein Fuchs des Weges daher.

Der Alte freute sich gar sehr.

Er folgte dem Fuchse im Revier

und plötzlich war ein Waldweg hier.


Links oder rechts? Er wusste es nicht!

Ganz müde war sein Angesicht.

Er folgte dem Fuchs im hellen Schein,

so fand er endlich wieder heim.


© Irmgard Behrend


Bild: Pixabay


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Dein Herz


Du arbeitest viel, kommst selten zur Ruh,

doch es gibt etwas, das schuftet härter als Du.


Vierundzwanzig Stunden lang, rund um die Uhr,

ist Sekunden, Minuten und Stunden "on tour".


Es ist das Uhrwerk in Deiner Brust,

drum pflege es gut und sei Dir bewusst,

dass Du nur für Dein Herz alles geben musst.


Schalt einen Gang runter, auch mal einen Tag schwänzen,

dann werdet Ihr beide euch prima ergänzen.


© Gabi Rettstadt


Bild: Pixabay


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