Alleinsein
Da ist sie wieder - diese Stille,
schmiegt sich sanft um mein Gemüt,
brauch' erstmal ne kleine Pille,
weil der Kopf mal wieder glüht.
Ganz allein lieg' ich nun da,
teil' die Zeit nur mal mit mir,
sammel' mich im warmen Spa,
ach wie schön ist das doch hier.
Kein Gequäke, kein Geschnatter,
einfach mal die Ruhe fühlen,
träum' mich raus aus diesem Gatter,
langsam laufen auch die Mühlen.
Sei unbesorgt, das ist normal
und zügle deine falsche Scham,
mach' Dinge, wenn auch ganz banal,
erhol' dich von dem Seelenkram.
Jeder braucht mal seine Zeiten,
sich zu suchen, sich zu finden,
zu tauchen in unendlich Weiten,
graue Wolken können schwinden.
Das Leben ist ein großer Kreis,
sich schneidet mit ganz vielen,
doch Freiraum ist ein edler Preis,
man sollt' ihn nicht verspielen.
© Diana Weber
Bild: Pixabay
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Mantel der Kritik
Erst gestern noch …
habe ich den Mantel der Kritik über dich geworfen …
so wie du über mich.
Sie türmte sich auf zu einer Klagemauer …
deren Gesang wimmernd uns umwob …
durch dicke Nebelschwaden drang.
Doch dieser eine Moment …
als ein Lichtstrahl hindurch blitzte …
ließ er uns innehalten …
der eigenen Atemlosigkeit gewahr werden.
All die Unzulänglichkeit reflektiert im Spiegel.
Aufgerüttelt brach die Mauer zusammen …
Staunen und Freude machten sich breit.
Endlich konnten wir uns wirklich begegnen …
dem Sosein des anderen Raum geben …
ohne etwas anderes daraus zu machen.
Jetzt, ja jetzt …
legten wir beide mutig den Mantel der Kritik beiseite …
fanden uns in liebender Umarmung wieder.
© Text und Bild: Claudia Solbach
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Mein Gewissen
Ach, wenn ich mich nur traute
zu tun, was mancher treibt,
ich hätte viel mehr Freude,
mit Mann und Frau beweibt.
Ach, wenn ich mir doch nähme,
was dreist versprochen wird
und mich kein bisschen schäme,
wohin ich auch verirrt.
Doch dann kommt stets mein Gewissen
und das sagt kräftig: Nein!
Dann kommt stets mein Gewissen,
das warnt mich: Lass das sein!
Dann such’ ich lieber was zum Küssen,
was ich auch meistens seh’,
dann dank’ ich mein’m Gewissen
und finde das okay.
Ich schnapp’ mir ’nen Chirurgen,
der schneidet mich in Form,
dann hau’ ich ihn in Stücke
und erb’ auch noch enorm.
Ich mach’ in Immobilien
mit einem irren Fonds,
und wenn Millionen drin sind,
dann flieg’ ich schnell davon.
Doch dann kommt mein Gewissen …
Zum Beispiel, bei Diäten,
da sieht man früh bis spät,
wie man ganz schamlos absahnt,
wie reibungslos das geht.
Man kann ja immer sagen:
Die BILD hat’s schon gebracht,
ich bin doch nicht die Erste,
die so was Schlimmes macht.
Doch dann kommt mein Gewissen.
Wie schaff’ ich das nur ab?
Dann kommt stets mein Gewissen!
Wie bring’ ich das ins Grab?
Dieses blöde Gewissen,
das ist heut’ hinderlich,
such dringend eine Lösung
für mich …
© Dorit Gäbler
Bild: Pixabay (bearbeitet)
Podcastlink „Mein Gewissen“ (von ihr selbst gesprochen): https://podcastead42b.podigee.io/21-neue-episode
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In der Ferne das Licht
Es geht im Leben
sehr oft mal was daneben,
ja alles kommt halt so
und bist darüber auch nicht froh.
Den Weg zum Ziele
verfolgen immer noch so viele,
doch machst du eine Rast,
auch sehr schnell verloren hast.
Man nimmt’s gelassen
und geht durch viele Gassen,
bis dann auch prompt
vor dir eine Mauer kommt.
Die überwinden
bedeutet dann auch schinden,
man geht zurück
und sucht woanders sein Glück.
Du gehst durch Straßen
und fängst an dich zu hassen,
bleibst auf dem Weg
und wirst langsam und träg.
Doch dann ganz hinten
musst du was überwinden,
was da anbricht,
scheint dann doch als ein Licht.
So ist’s im Leben,
zu schnell ist aufgegeben,
man sieht’s oft nicht,
in der Ferne das Licht!
© Luis Walter
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Die Sanduhr
Kommt ein Mensch auf diese Welt,
ist er nackt und hat kein Geld.
Hilfloses Leben, noch so klein,
benötigt Pflege, kann nur schreien.
So beginnt die Lebensreise,
jeder Mensch auf seine Weise,
unterschiedlich jede Tour,
im Hintergrund läuft eine Uhr.
Sand durch einen Engpass rinnt,
seit dem Tag, an dem unser Leben beginnt.
Langsam erst, das Korn ist fein,
fällt unten in den Boden rein.
Immer vorwärts, niemals zurück,
verrinnt unser Leben, Stück für Stück.
Endlichkeit macht Weise, sollte man denken,
unsere Schritte in andere Bahnen lenken.
Nur nichts verändern, wir bleiben stur,
im Hintergrund rieselt die Lebensuhr,
wenn dann das letzte Sandkorn fällt,
dann gehen wir von dieser Welt.
So läuft wohl unsere Lebensreise,
wir sind nicht arm, doch auch nicht weise,
Mühe geben, ihr versteht,
weil niemand unsere Sanduhr dreht.
© Karl-Heinz Remer (Lichterfelder-Verseschmied)
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SCHNUPFEN
Schnupfen, der hat jetzt Saison
Die Nase läuft nen Marathon
Auch der Husten macht sich breit
Und die Grippe ist nicht weit
Taschentücher sind der Renner
Bei Tempotüchern bin ich Kenner
Von Pfefferminz bis Tannenduft
Hängt der Geruch dann in der Luft
Die Nase glüht in sattem Rot
Kopfweh sitzt auch mit im Boot
Die Glieder schmerzen im Duett
Am liebsten ging ich jetzt ins Bett
Liege ich dann drin, gut zugedeckt
Der heiße Tee ganz scheußlich schmeckt
Die Zähne klappern um die Wette
Ich friere noch im warmen Bette
Ein Freund, er schaut mal kurz vorbei
„Mensch, bist Du ein weiches Ei
Ein Schnupfen haut Dich von den Füssen!“
Ich denke nur: „Das musst Du büßen!“
Jetzt bin ich wieder up to date
Alles wieder besser geht
Jetzt nehme ich mir den Kerl zur Brust
Das ihm vergeht zum Spott die Lust
© Günter Meckelburg
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Ein schwerer Weg
Kein Weg ist je zu schwer ihn zu beschreiten
hab den Mut und geh den ersten Schritt
Wind und Sonne werden dich dabei begleiten
nimm dir die besten Wanderschuhe mit.
Stein und Staub wirst du am Wegrand finden
schau nicht hin das Zeug liegt überall
wichtig ist den Dreck zu überwinden
denn es lohnt sich jede Müh und Qual.
Hast du Berg und Tal auf Wegen überwunden
kamst nicht ab von jenem steilen Hang
musstest kämpfen viele bitt‘re Stunden
ziemlich oft war dir bestimmt sehr bang.
Doch am Ende eines langen Tunnels
siehst du Licht welches dich erreicht
trotz Angst und eines Bauch Gegrummels
bist du stolz - der Weg - er war nicht leicht.
© Angelika Schroeter
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Im Lebensmuseum
Vor einem großen Bilderrahmen
sitze ich und schaue
tief versunken
auf die leere Leinwand
im Lebensmuseum.
Vor mir füllt sich die weiße Leere
mit Farben und Formen:
Der Raum meiner Kindheit
mit Spielen, Stofftieren, Puppen,
Seifenblasen, Märchen, meinen Kätzchen ...
Der Raum meiner Jugend
mit Rollschuhen, Musik, Jugendgruppe,
buntem Schmuck, Eine Welt-Ideen,
Gedichten ...
Der große Raum meines Studiums
und als Lehrerin in der Schule
und in der Gemeinde
und in der Entwicklungshilfe ...
mit Büchern, Dichtern und Poeten,
Philosophen und Theologen,
vielen Menschen, fremden Ländern,
meinen Texten und meiner Poesie
Natur- und Tierliebe ...
Vor einem großen Bilderrahmen
sitze ich und schaue jetzt
auf die gefüllte Leinwand
im Lebensraum,
bunte Farben, lebendige Formen,
Blumen und der Lebensbaum,
Wind und Regen mit dem Regenbogen,
auch schwarze Linien und Kreuze ...
Tief versunken in diesen Gedanken,
meditierend die einzelnen Phasen,
hebe ich meine Augen,
schaue erneut auf die Leinwand
und sehe nur noch Rosen,
einnehmend das ganze Bild:
Alles, was zählt im Lebensgarten
ist die Liebe,
die wir geschenkt
und empfangen haben,
und der Glaube und die Hoffnung.
Ich stehe auf
und gehe weiter
meinen Weg.
© Birgitta Zörner (Text und Bild)
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Die Zeit schreibt Gedichte
Es schreibt die Zeit Geschichte
an einem jeden Tag,
manchmal sind es Gedichte,
wie sie ein jeder mag.
Von Liebe und vom Leben,
von Freud und auch von Leid,
vom Nehmen und vom Geben,
alles zu seiner Zeit.
Sind es doch die Gefühle,
ist es des Schicksals Hand,
alles das sind keine Spiele,
die jemand mal erfand.
Sie setzen in uns Zeichen
und geben uns die Kraft,
sie stellen uns die Weichen,
wenn’s auch nicht jeder schafft.
Auf des Glückes Hügel
stehen wir gar zu gern,
manchmal bekommt es Flügel
und es zieht von uns fern.
Heut sehen wir die Sonne,
morgen des Himmels Grau,
es gibt nicht nur die Wonne,
nicht nur das helle Blau.
Lass uns nicht verdrießen,
alles kommt, wie es muss,
nichts gibt es zu vermiesen,
es kommt, wie’s kommen muss!
© Luis Walter
Bilder: Pixabay
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Ein Traum
Wollt' keine Villa, auch kein Schloss.
Ich wollt' ein kleines Häuschen bloß.
Im Garten einen Apfelbaum
und ringsherum 'nen Lattenzaun.
'nen Rosenstock am Gartentor
daneben lugten Veilchen vor.
Im Garten blühten bunte Blumen
sodass man hört die Bienlein summen.
Gemüse, Kräuter gäb' es auch.
Gesundes eben für den Bauch.
Auch eine Laube wollt' ich haben
dass windgeschützt an kühlen Tagen
darin man selig träumen kann
und auch dichten dann und wann.
'ne Ecke gäb's im Häuschen klein
mit Wolle, Nadeln obendrein.
'ne Bücherwand dürfte nicht fehlen
da Bücher doch so viel erzählen.
Ach, es ist ein schöner Traum.
Er lässt den Wünschen recht viel Raum.
Doch bin ich dankbar, wie es ist.
Das Glück man nicht am Reichtum misst.
© Margarete Meier
Bilder: Montage aus Pixabay-Bildern
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Mondschein
Eines nachts im Kinderzimmer
fällt durch den Vorhang Mondscheinschimmer,
das Kind im Bett kann noch nicht schlafen,
zählt eisern die Herde mit vielen Schafen.
Wie alle Kinder fürchtet es Gespenster,
entdeckt sodann das Licht im Fenster.
Gruselig ist die Kinderwelt,
wenn fremdes Licht ins Fenster fällt.
Neugierig steht das Kind dann auf,
zieht leise die Gardine auf.
Am Himmel thront ganz voll der Mond,
der Anblick hat sich schon gelohnt!
Der schöne Mond, gelb und groß,
ist dem Kind ein schöner Trost.
Mein Freund der Mond wird Wache halten,
alle Kinder beschützen vor Spukgestalten.
Froh ist morgens das Kind aus dem Bett gekrochen,
Wort gehalten er, sein Wort nicht gebrochen!
Wenn nachts wieder Licht ins Fenster scheint,
weiß es: Das ist der Mond, mein großer Freund.
© Karl-Heinz Remer
Bild: Pixabay
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Ein aufgeräumtes Arbeitszimmer
Den Duft von geschenktem Moschus
unter Verschluss gebracht.
Die Hülle unseres Lieblingssongs
als Lesezeichen in die Akte gesteckt.
Die Hochzeitfotos
mit schwarzen Luftballons bemalt.
Die Wandflecken vom letzten Krach
mit Lösungsmitteln entfernt.
Das brünette Beweisfoto
in Streifen geschnitten.
Aus deinem Abschiedsbrief
einen Papiervogel gebastelt.
Den überlassenen Schlüssel
verwahrt, für alle Fälle.
Das Scheidungsurteil
zwischen Buchseiten geklemmt.
Den zersprungenen Heiligenschein
in den Sondermüll geworfen.
© Olaf Lüken
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Autorenprofil: https://www.viabilia.de/olaf-lueken-sprueche-gedichte/
Und auch hier ist er sehr aktiv: https://www.festgestaltung.de/
Mama
Ich sitze auf meinem Zimmer,
Tränen laufen über mein Gesicht,
ich weiß, ich hab‘ dich nicht für immer,
fast unerträglich das Gewicht,
dich einmal gehen zu lassen,
meine Seele wehrt sich …
ich kann es nicht in Worte fassen,
denn Mama: „Ich liebe dich.“
Du hast mich geboren - dafür danke ich dir,
hast mir mein Leben geschenkt
und dieses gehört nun alleine mir,
habe mich in diesem genug verrenkt,
bin dadurch gefallen und …
meine Gedanken sind bei dir.
An deiner Hand hast du mich geführt,
manch‘ Weg – so schmerzhaft er auch für uns war,
hat mich gelehrt:
Du hast mir gegeben, zu einer Zeit wie es dir möglich war!
Die Jahre haben dich alt und gebrechlich gemacht,
es tut mir weh dich so zu seh'n,
auch wenn es dadurch leichter ist zu versteh’n,
wenn dich einmal einholt: die Nacht.
Nun reiche ich dir meine Hand –
stolz darauf deine Tochter zu sein,
zwischen uns ein besonderes Band,
denn: Ich bin nicht mehr klein.
Ich will dir noch länger zur Seite steh’n,
dir geben was für mich möglich ist,
unseren Weg noch ein Stück gemeinsam geh’n,
dich abholen – von dort, wo du grad bist.
„Mama: ganz tief in meinem Herzen hab‘ ich dich immer geliebt,
Danke, das es dich noch gibt.“
© Christine Naurath (Text und Bild)
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DAS ALTER
Das Alter hat so seine Tücken,
es fängt an mit Gedächtnislücken.
Man steht im Flur und denkt insgeheim,
wollte ich jetzt rausgehen oder doch eher rein?
Die Brille ist futsch und man sucht sich 'nen heißen°;
und würd' sich am liebsten ins Hinterteil beißen.
Man merkt aber schnell, das kann gar nicht geh'n,
weil die Zähne im Bad im Wasserglas steh'n.
© Gabi Rettstadt
°Dialekt, umgangssprachlich pöttlerisch in Wanne-Eickel = man sucht vergebens
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Seifenblase
Bei manchen Männern weiß ich in Sekunden:
Wenn du noch länger bleibst, kommst du so schnell nicht los.
Bei manchen Männern lockt mich, zu erkunden:
Ist da was Echtes, oder liefern sie nur Shows.
Und wenn ich merke, da ist nur Routine
und es wird aufgerissen, was sich nur ergibt,
dann avisiere ich mit hingeriss’ner Miene,
dass es sich lohnt, dass man sich augenblicklich liebt.
Und wenn es klappt, und er ist mächtig in Ekstase,
dann brech’ ich ab und sage so, dass er versteht:
Du bist so hohl wie eine Seifenblase,
die aufblüht,
schillert
und vergeht …
© Dorit Gäbler
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Wenn Ihr sie live erleben möchtet: Hier geht's zu ihren Tourdaten:
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Veränderung
Die Ärztin sagte knapp und klar
Sie werden leider blind
Sie haben ca. noch ein Jahr
Ich weiß, was jetzt beginnt
Farben werden langsam schwach
Konturen werden weich
Der Blick verschwindet nach und nach
in jeglichem Bereich
Vergnügliches Spazierengeh’n
wird nicht mehr möglich sein
Immer öfter bleib ich steh‘n
unsicher und allein
Lesen geht noch, weil Kontrast
am Handy scharf entsteht
Ein Buch erahne ich nur fast
und spüre, wie‘s mir geht
Ein Jahr lang hatte ich nun Zeit
und lasse los das Sehen
Trauer macht sich manchmal breit
Werde ich bestehen?
Ich muss mir merken, was ich tu
stelle um auf Tasten
Das ist zäh, geht nicht im Nu
Ich fange an zu fasten
Ruhe, Klarheit braucht der Geist
Ich sitz allein im Zimmer
Bis mich die Zuversicht anweist
Irgendwie geht's immer.
© Ernst Richard Edinger
Bild: Pixabay
Wenn die Seele quietscht
Erfüllung kommt oft mit ganz wenig aus,
lass Zufriedenheit in dein Haus.
Meist sind das Dinge, die nicht viel kosten,
deine Seele soll nicht quietschen oder rosten.
Dazu brauchst du eine innere Stärke
für alle deine Lebenswerke.
Mach dein Leben von innen heraus voll und reich,
Unzufriedenheit ist teuer, dazu brauchst du einen Scheich.
Als Gegengewicht für Verletzungen und Sorgen,
musst du dir immer mehr Reichtum borgen.
Und dann, was kommt dann,
Luxus, Unterhaltung, doch irgendwann,
spürst du ganz genau,
die Unzufriedenheit kostet viel, ist nicht für lau.
Mögest du also immer mit wenig auskommen,
dann wird Glück und Zufriedenheit in dein Leben kommen.
So beschützt du deine Seele,
damit es dir an Gesundung nicht fehle.
© Helga Wessel
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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5
Gedanken eines alten Mannes
Nun bin ich also alt geworden
Denke kaum noch an das Morgen
Ich träume von gestern, leb im Heute
Kenne kaum noch nette Leute
Mein Horizont, er schrumpft fast täglich
Möchte vieles tun, ist nicht mehr möglich
Das Wollen ist gesund und kräftig
Das Können leider krank und schmächtig
Die beiden dann in einem Leib
Bekommen miteinander Streit
Mit uns selber unzufrieden
Ärgern wir die, die uns noch lieben
Versucht einmal, uns zu verstehn
Wie blöd es ist, nichts will mehr gehn
Gern möchte man alles selber machen
Auch wenn die alten Knochen knacken
© Günter Meckelburg
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Loslassen
Gedanken gehen oft zurück
in die Vergangenheit,
denn sie verschließen manches Stück,
das auf dem Weg bereit.
Zieht alles in die Gegenwart,
was einst geschehn an Leid,
vergisst das Glück in seiner Art,
verliert dabei an Zeit.
Wie schwer Loslassen oftmals ist,
ein jeder von sich kennt,
man selten oft das Leid vergisst,
nicht, was man glücklich nennt.
Lass los was Deine Schultern drückt,
wirf ab die schwere Last,
behalte, was dich stets beglückt,
woran du Freude hast.
Vergangen ist Vergangenheit,
was immer auch geschah,
zurück holt man mal keine Zeit,
egal wie man sie sah.
Wenn man vieles auch ändern wollt,
alles ist nun zu spät,
jetzt tun, was man schon immer wollt
und man so gerne tät.
Ein jedes Glück wird nur getrübt,
weil Angst den Einfluss hat,
hast Loslassen doch du geübt,
machst jede Angst du platt.
Doch öffne weit dein Augenpaar,
dann siehst du dieses Licht,
es werden plötzlich Wunder wahr,
denn du hast freie Sicht.
© Luis Walter
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Na und?
Wie viele Träume vergeh’n mit den Jahren
Wie viele Fragen sind nicht mehr akut
Wie viele Schwüre, wie echt sie auch waren
Wärmen uns nicht mehr, erloschen die Glut
Siehst du im Winter ein Schneeglöckchen ragen
Aus Eis und Kälte und grimmigen Hauch
Denk’, dass die Zeiten nie besser waren
Und trotz’ der Kälte, denn du kannst das auch
Spiegelscherben hängen im Baum
Die Vogelbrut zu vertreiben
Die struppigen Spatzen stört das kaum
Sie bleiben …
© Dorit Gäbler
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FÜR EINE FREUNDIN
Und dann passierts:
Du glaubst es nicht,
es scheint, dass alles jetzt zerbricht.
Erst irgendwann wirst Du verstehen,
WARUM das alles so geschehen!
Geh langsam jeden neuen Schritt,
das Glück, es gehe mit Dir mit
und wird Dir alles noch vergelten,
was nicht geschätzt
und viel zu selten
ein DANKESCHÖN erhalten hat.
Nun fühl Dich frei
und starte neu!
© Michaela Rott
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Kinderwunsch
Ach wäre ich doch schon groß,
was machte ich da alles bloß?
Erst suche ich tolle Arbeit, bekomme viel Geld,
jetzt bin ich erwachsen, mir gehört die Welt.
Ich rede dann so laut, wie ich will
und keiner sagt: „Sei endlich still.“
Fernsehen kann ich Tag und Nacht,
werde nicht mehr früh zu Bett gebracht.
Täglich darf ich Süßigkeiten naschen
und keiner wird mich dabei überraschen.
Waschen, das muss nicht täglich sein,
fühle mich ungewaschen auch ganz rein.
Zähneputzen, das tue ich noch,
sonst findet der Zahnarzt schnell ein Loch.
Darf nun in jedes Kino gehen
und mir Actionfilme ansehen.
Kann Autofahren auf den Straßen
und wie die Erwachsenen auch mal rasen.
Kaufen kann ich, was mir gefällt,
verdiene mehr als nur Taschengeld.
Bei Mac Donalds esse ich mich kugelrund
und keiner sagt: „Das ist nicht gesund.“
Was machte ich nur alles bloß?
Ach, wäre ich doch nur schon groß.
© Thea Küch
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Alt oder jung
Als Kind da dachte ich: Oh Graus,
wie seh ich wohl später als Oma mal aus?
Mit 30 kam dann die Ladung geballt,
für Kinder ist man da schon uralt.
So ziehen sie hin, die nächsten Jahre
und man entdeckt nun graue Haare.
Der Gang ins Bad, er wird zur Plage,
gemeinsame Sache machen Spiegel und Waage.
Restaurieren ist angesagt, nicht mehr schminken,
im Geschäft nun große Größen winken.
Aber keine Angst, Ihr Lieben,
wir lassen uns nicht unterkriegen.
Das Alter hat Vorteile, denn dann ist man frei,
denn der Diätenwahn ist dann endlich vorbei.
© Gabi Rettstadt
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Eine Tür zwischen zwei Menschen
Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen,
Erwartungen diesbezüglich will ich nicht dämpfen.
Sicherlich können Türen manchmal knarren,
man darf sie nicht verschließen, und dann erstarren.
Eine enge Beziehung braucht zwei weite Herzen,
ein wahrer Freund darf auch über mich scherzen.
Das Auge eines Freundes ist der beste Spiegel,
das bestätige ich gern mit einem Siegel.
Wirklich beste Freunde kennen mich sehr gut,
halten auch bei Fehlern zu mir, geben mir Mut.
Ein wahrer Freund nimmt meine Hand und berührt mein Herz,
steht mir bei in Kummer und Schmerz.
In der Luxuslimousine fährt jeder gerne mit,
doch Menschen bei der Busfahrt halten mich fit.
Schlimm ist es, wenn man Freunde braucht,
und sie sind, warum auch immer, abgetaucht.
Deshalb gilt das oberste Gebot:
Freundschaften pflegen nicht nur in Not.
© Helga Wessel
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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5
Lebenstanz
Am Tag und in der Nacht,
voller Anmut und Grazie,
innig verbunden
mit der Schöpfung
💃
Lebenstanz
Am Tag und in der Nacht,
manchmal einsam und traurig,
ein elegisch getanzter Klagepsalm,
manchmal froh und glücklich,
ein impulsiv erlebtes Jubellied
💃
Lebenstanz
Am Tag und in der Nacht,
wie die Füße morgen
tanzen werden,
ist noch offen
💃
Die Zuversicht geht mit
© Birgitta Zörner (Text und Bild)
Website: www.birgittas-poesie.de
Facebookgruppe „Raum der Poesie“: https://www.facebook.com/groups/638346971293466
Facebookgruppe „Meine Oase“: https://www.facebook.com/groups/783873569749832
Was ich mir selber wünsche
Will so bleiben, wie ich bin,
alles andre macht keinen Sinn,
weiter möcht' ich Tränen lachen
über ganz banale Sachen,
versinken möcht' ich in Gedanken,
grenzenlos und ohne Schranken,
bleib' mir selber immer treu
und das alles ohne Scheu,
meine Ecken und auch Kanten,
gehör'n zu mir wie die Verwandten,
meine Hände reich' ich gerne,
weil ich selber dazulerne,
spiel' meine eigene Melodie,
verstehen werden's manche nie,
nehm' mir meine Zeit für mich,
das Leben ruft ja - ICH bin ICH,
möchte keinen Tag verlieren,
und als MENSCH hier existieren,
dank' allen, die an mich glauben,
nicht den letzten Nerv mir rauben,
ein Lächeln schenk' ich meinen Lieben,
Worte hoffnungsvoll geschrieben,
so liebevoll und herzlich rein,
geh' durchs Leben nicht allein,
gesund sollt ihr alle bleiben,
möcht' euch noch so vieles schreiben,
geb' und liebe mit dem Herzen,
heute brennen vierundvierzig Kerzen.
© Diana Weber
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Tod und Leben
Es gibt dem Leben seinen Sinn,
gibst Du Dich ihm wirklich hin.
Vieles kannst Du ausprobieren,
Menschen begegnen, Menschen berühren,
Talente entdecken und entfalten,
Ideen verwirklichen, Leben gestalten,
bewundern das Leben aus vollem Herzen
und durchleben Kummer und Schmerzen.
Sich geben der Liebe hin,
das gibt dem Leben den tiefsten Sinn,
und aus der Liebe handeln,
anderen helfen, das Leben wandeln.
Jegliche Not beendet der Tod.
Das Erdenleben wird aufgegeben.
Geht ein Mensch von Dir,
fehlt er Dir und Euer WIR.
Du kannst Seine Hand nicht halten,
musst alles allein gestalten.
Tränen helfen Dir zum Glück,
ihn loszulassen, Stück für Stück
Andere Menschen Trost Dir spenden,
helfen Dir, Dein Schicksal zu wenden.
Nach dem Tod beginnt auch Leben,
Dankbarkeit wird Kraft Dir geben.
Die Seele nicht verloren geht,
Ihr Euch woanders wiederseht.
Es gibt dem Leben seinen Sinn,
gibst Du Dich ihm wirklich hin.
© Claudia Völker
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Der kleine Mann im Ohr
Den kleinen Mann im Ohr
stelle ich mir folgendermaßen vor.
Er sagt mir ständig aufmunternde Dinge,
auf dass mir vieles besser gelinge.
Er sagt: „Komm, sei stark, du schaffst das.“
„Klar“, antworte ich, „das hat was.“
Er sagt: „Das bekommst du hin.“
Für mich hat es einen Sinn.
Er sagt: „Eins nach dem anderen.“
Ich beginn‘ mit dem Leichteren.
Er sagt: „Steh wieder auf.“
Ich bau es ein in meinen Lebenslauf.
Er sagt: „Mach weiter, du bist gleich fertig.“
Was ist wichtig und für mich wertig.
Er sagt: „Gut machst du das, mach weiter so.“
Ich bin zufrieden und auch froh.
Er sagt: „Du bist einzig und die Beste.“
Ich glaube es im Kreis mancher Gäste.
Er sagt: „Denk an das Gute, wenn du fertig bist.“
Ich glaube, es ist keine List.
Er sagt: „Mach eine Pause und belohne dich.“
Ich nehm mir die Zeit, sicherlich.
Wie wäre es mit solch einem kleinen Mann?
Bestimmt sehr hilfreich, dann und wann.
Die Stimme flüstert mir ins Ohr,
wenn ich nicht zuhöre, bin ich ein Tor.
© Helga Wessel
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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5
Menschenliebe
Du bist ein wahrhaft freier Geist
Wenn du für dich die Antwort weißt.
Wohin die letzte Reise geht
Wenn es für dich ans Gehen geht.
Leb gerne daher, sei kein Tor.
Leb glücklich und bereit‘ dich vor
Wer sich und andere wirklich liebt
Dem Leben erst Bedeutung gibt.
© Ramon Kara
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Faulenzertag!
Das Wetter ist schlecht, was soll ich heut tun?
Den ganzen Tag putzen bringt auch keinen Ruhm.
Man hätte ja Zeit ein Gedicht hier zu schreiben,
doch mir fällt nichts ein also lasse ich‘s bleiben.
Regen prasselt ans Fenster, der Herbst lässt nun grüßen,
so werd ich den Tag mir mit Lesen versüßen.
Irgendwie ist es klamm, ich fröstle sodann.
Kuscheldecke und Weste halten mich warm.
Ich kuschle mich ein mit einem Glas Wein
und hol mir zum Naschen nen Dominostein.
Bei diesem Wetter macht wirklich nichts Spaß,
ich geh heut nicht raus, sonst werde ich nass.
Der Garten muss halt wieder mal warten,
da werd ich erst wieder bei Sonnenschein starten.
Alles dunkel und grau, wenn ich so schau,
ich glaube vom Wein werde ich langsam blau.
Genussvoll mümmle ich mich auf die Couch
und streck meine müden Glieder nun aus.
So ein Faulenzertag muss auch mal sein,
bevor ich mich besinne, schlafe ich ein.
© Irmgard Behrend
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Das Radeln ist des Radlers Lust
Wenn ich in die Pedale steige,
spüre ich die frische Luft
und nach ein paar festen Tritten,
perlt ab von mir der ganze Frust.
Ein leichter Wind umspült die Nase,
mein Kreislauf kommt ganz schnell in Schwung,
und nach ein paar Kilometern,
fühl frisch ich mich und fit und jung.
Urplötzlich hab' ich einen Platten,
hör' ein Ächzen am Radgestell,
klappre über Gräsermatten.
In der Ferne Hundegebell.
Ich nehme mein Rad fest in die Hand
und schiebe es in Richtung Haus.
Ein Schriftzug prägt die Wirtshauswand:
„Hier lebt die Welt in Saus und Braus.“
Im Stüberl bis kurz nach „2“.
Ich könnt' beim Gehen Schuhe besohlen.
Zu Ende ist die Treterei.
Das Rad wurde mir in der Nacht gestohlen.
© Olaf Lüken
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Die besten Dinge im Leben kosten nichts
Konzentriere dich auf deinen Atem.
Ein und aus und bitte warten,
begleitet von deiner Aufmerksamkeit
und auch von deiner Wachsamkeit.
Meditation kostet dich kein Geld, nur Zeit,
statt Stress erntest du Gelassenheit.
Du kommst besser mit den Menschen klar,
Impulskontrolle bleibt berechenbar.
Du wirst widerstandsfähiger, siehst jünger aus,
für deine Willenskraft erntest du Applaus.
Alles in allem bist du fokussierter
in allem viel organisierter.
Du brauchst dafür Biss und langen Atem,
ich kann nur jedem dazu raten.
Du siehst, die besten Dinge im Leben sind umsonst,
denk daran, was du mit Meditation alles bekommst.
© Helga Wessel
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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5
Was hab ich für ein Glück!
Vom Flaschenpfand, da kauf ich mir
ne Portion Pommes und ein Bier.
Ach, das Geld ging wieder aus,
doch hungrig geh ich nicht nach Haus.
Ich laufe durch den Supermarkt,
da habe ich doch gleich gespart.
Prozente gab's auf viele Sachen,
das kann mich immer glücklich machen.
Die Wurst ist auch im Angebot,
so hab ich abends keine Not.
Fröhlich geht‘s ins traute Heim,
ich kaufte viele Sachen ein.
Der Kühlschrank voll, der Beutel leer,
mache ich mich über die Pommes her.
Doch weil das sehr trocken ist,
ein Bierchen durch den Rachen fließt.
Warm wird mir und voller Glück
verzehre ich noch ein Kuchenstück.
Ach geht's mir gut, ich bin zufrieden,
kann das am kühlen Bierchen liegen?
Und die Moral von der Geschicht:
Man braucht nicht viel zum kleinen Glück.
Zufriedenheit und Wohlbefinden,
so kann man Manches überwinden ...
© Irmgard Behrend
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Die verlorene Zeit
Verlege ich meine Armbanduhr,
so bleibt sie zuerst verschwunden.
Mit etwas Glück, ein wenig nur,
hab' ich sie wiedergefunden.
Doch stiehlt ein Mensch mir meine Zeit,
frech, eiskalt und unverfroren,
so ist sie, bis in Ewigkeit,
für mich auf immer verloren.
© Olaf Lüken
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Meine Straße
Die Straße, in der ich wohnte,
mit Christine und Rainer und Hans,
hatte Bäume und Ecken und Asphalt,
auf dem unsre Kreisel getanzt.
Hatte Kästchen, in denen man hüpfte
und geschützt durch hohen Rand
fuhren unter ihr Züge um Züge,
mit denen die Sehnsucht verband.
Die Straße, in der ich wohnte,
kannte Ballspiel, Streiten, Lachen, Geschrei,
nur wenn ein Hausmeister drohte,
war Streiten tabu und vorbei.
Und einmal, da bauten im Winter
wir einen Iglu aus Schnee
und waren die glücklichsten Kinder,
nicht Hunger, nicht Kälte tat weh.
Die Straße, in der ich wohnte,
in der Hans mich zum ersten Mal geküsst,
war Kindheit und Jugend und Heimat
und bleibt für mich, was es ist.
Geborgenheit, Neugier, Gemeinschaft,
wo einer dem andern vergibt.
Die Straße gibt’s nur noch im Herzen,
bleibt, wie man als Kind sie geliebt.
© Dorit Gäbler
Bilder: Pixabay
Podcastlink „Meine Straße“ (von ihr selbst gesprochen): https://podcastead42b.podigee.io/12-new-episode
Mehr von Dorit Gäbler findet Ihr hier: https://www.facebook.com/dorit.gabler.7
und auf ihrer Künstlerseite.
Wenn Ihr sie live erleben möchtet: Hier geht's zu ihren Tourdaten:
https://www.dorit-gaebler.de/tourdaten
Die Liebe zur Musik
Musik ist Therapie
von Anfang an bis zum Genie.
Musik bereits im Mutterleib,
sind für Kind und Mutter Zeitvertreib.
Musik kann Balsam für die Seele sein,
Förderung für Groß und Klein.
Musik löst Glückshormone aus,
Musik verursacht Gänsehaut,
selbst wenn man auf die Pauke haut.
So reicht oft schon ein Weihnachtslied,
dass man bereits die Tanne sieht.
Kinder singen laut und leise,
ganz speziell auf ihre Weise.
Und die Alten singen auch,
oft im Heim ein schöner Brauch.
Demente Menschen erinnern sich,
ihr Singen und ihr Lächeln erwärmen mich.
© Helga Wessel
Bild: Collage aus Pixabay-Bildern
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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5
Lebe
Und wenn Liebe eine Sünde wäre,
so lass mich lieben Tag für Tag,
auf dass mein Herz wachse
und klinge wie ein Harfenspiel,
so sanft und voller Hingabe.
Und wenn Leidenschaft eine Sünde wäre,
so lass mich leidenschaftlich sein Tag für Tag,
auf dass ich brenne wie ein lodernd Feuer,
leuchtend und warm.
© Beate Antons
Bild: Pixabay
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Zeit
ticktack - ticktack
- DU -
bist überall,
außen wie innen,
hinterlässt Spuren,
unaufhaltsam,
ein Geschenk,
ticktack - ticktack
- ICH -
seh' dich nicht,
riech' dich nicht,
greif' dich nicht,
schmeck' dich nicht,
hör' dich nicht,
ticktack - ticktack
- WIR -
malen unser Leben,
in und mit dir,
im Gestern,
im Heute,
im Morgen,
- ZUSAMMEN -
lachen,
weinen,
wandeln,
verbinden,
ohne ein Zurück!
ticktack - ticktack
© Diana Weber
Bilder und Hintergrund: Pixabay
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Ach, du liebe Zeit!
Wenn die Zeiger an den Uhren
tickend um das Zentrum kreisen.
Wenn wir warten in Praxen, Fluren,
in Bahnhöfen und an den Gleisen.
Dann fragen wir:
Hilft Zeit uns auch mit gutem Rat?
Fängt der Vogel den frühen Wurm?
Gut Ding auch wirklich Weile hat?
Zeit ist Geld! - schreit wer vom Turm?
Heilt die Zeit wirklich alle Wunden?
Wie viel Zeit verläuft im Sande?
Gehn Jahre, Monate, ja Stunden,
unerfüllt durch unsere Lande?
Zeit lässt stofflich sich nicht zimmern.
Zeit hilft, sich auch an GUTES zu erinnern.
© Olaf Lüken
Bild: Pixabay
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Zeit
Jahrtausend, Jahrhundert, Jahr, Monat, Tag und Stunden
und da gibt es auch die vollen Minuten und Sekunden.
Lag ein Jahr vor uns, hat es sich oft in die Länge gezogen,
doch ist es vorbei, war es nur so verflogen.
Tage voller Trauer, Mühe oder Plage,
wirken viel länger als fröhliche Tage.
Und brütest du bei Prüfungsaufgaben bang,
dann werden Minuten wie Stunden so lang.
Hast du einen lieben Menschen lange nicht gesehen,
dann wird dir beim Warten die Zeit nicht vergehen.
Bist du mal krank, das scheint wie eine Ewigkeit,
doch nur Geduld, alles braucht seine Zeit.
Und bist du glücklich, dann eilt die Zeit
Und es ist alles gar nicht mehr so weit.
© Thea Küch
Bild: Pixabay
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Lob der Arbeit
Du musst, das Wort geht stets mit dir,
vom Morgen- bis zum Abendschein.
Du bist nicht nur zum Träumen hier,
dich zwingt der Tag behänd zu sein.
Und hast du nichts am Tag vollbracht,
der Abend keine Freude macht.
Du kannst nicht tun, was dir beliebt,
du bist ein Rad von vielen bloß,
eins stützt das andere, klein und groß,
wer nicht für andere ist bereit,
für den hat auch kein anderer Zeit.
Tu deine Arbeit, wie du musst
und würze sie mit Lieb und Geist,
dann wird am Ende dir bewusst,
dass Müssen doch nur Dürfen heißt.
Denn durch die Arbeit wachsen wir,
sie bringt den wahren Frieden dir.
© Margit Förster
Bilder: Pixabay
SEELENKLANG
Geboren wirst Du kleine Seele
ein langer Weg liegt nun vor Dir,
bekommst Dein eigenes Erdenkleid
denn zum Lernen bist Du hier.
Ein jedes Lebensjahr auf Erden
kommt einer Treppenstufe gleich,
doch irgendwann nach langer Reise
hast Du dann Dein Ziel erreicht.
Strahlst dann so hell in neuem Glanz
Dein Erdenkleid, das legst Du nieder,
Zufriedenheit und Zuversicht:
💖DIE HEIMAT HAT DICH WIEDER 💖
Dein Seelenklang so hell und klar,
so weit entfernt und doch so nah.
Gabi Rettstadt
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Der Bus des Lebens
Flapsig und ein wenig schräg
Ist so mancher auf dem Weg.
Auch ist man allzu gerne da
Mit nem tollen Spruch – tata –
Unerreichbar für die Welt
Breiten Beines aufgestellt.
Überall nur vorne dran.
Allen zeigen was man kann.
Immer nur ja und niemals nein.
Ich bin‘s ja, so muss das sein.
Fragt man dich so sagst du ja,
Ich bin’s, Leute, schaut – tata –
Schön ist’s, wenn der Beifall kommt
Schlimm jedoch, wenn‘s anders kommt.
Werden dann die Lasten schwer
Sagt man nicht, ich kann nicht mehr.
Legt man einmal Lasten ab
Denkt sich gleich, he machst du schlapp?
Plötzlich dann wird s richtig knackig
Breite Beine werden wacklig.
Liegst daneben, Einsicht reift
Dich hat grad ein Bus gestreift.
Schön ist‘s Freunde dann zu haben!
Die, die Lasten für dich tragen.
Tragen Lasten, tragen dich
Lassen dich nicht gleich im Stich.
Nimm es an, 's ist so gewollt!
Sonst – hätt‘ der Bus dich überrollt.
© Ramon Kara
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Stimmen deiner Lieben
Bist hinein geboren,
wurdest nicht gefragt.
Der Klang in deinen Ohren,
vertrauter Tag für Tag.
Je länger du geblieben,
Je mehr man auf dich baut.
Die Stimmen deiner Lieben,
sie werden dir vertraut.
Die Stimmen deiner Lieben
sind bald ein Teil von dir.
Wirst du auch fort getrieben,
ein Teil von dir bleibt hier.
Wo immer es dich hinführt,
vergiss die Stimme nicht.
Die Stimme deiner Lieben,
die leise zu dir spricht.
Die Stimmen deiner Lieben,
vertraue auf ihr Wort.
Die Stimmen deiner Lieben,
sind niemals wirklich fort.
Und ist dir nichts geblieben
und geht verlorn das Glück.
Die Stimmen deiner Lieben,
sie rufen dich zurück.
© Thomas Eckstein
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Das kleine Glück
Das kleine Glück
kommt zurück
Stück für Stück,
wenn du in der Vergangenheit wühlst,
und du dann fühlst,
in deinen Erinnerungen,
was alles gut gelungen.
Ich mache den Test
und stelle fest,
es gibt tatsächlich viele,
die führen mich zum Ziele,
die Zukunft positiv zu gestalten,
das kleine Glück zu nutzen und zu verwalten.
Gerade habe ich festgestellt,
es macht mich glücklich, wenn es schellt,
und der Paketbote das erwartete Paket zustellt,
empfinde ich Zufriedenheit in meiner Welt.
Es sind die kleinen Glücksmomente,
gerade im Alter, zur Zeit der Rente.
Ich werde weiter wühlen
und mich dabei gut fühlen.
Versuch
macht klug!
© Helga Wessel
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Ihr Gedichtband „Gedanken in Gedichtform“: https://t1p.de/97qf5
Die „lieben“ Kleinen
Herzrhythmusstörungen, oh welch' Graus,
damit kam ich ins Krankenhaus.
Mittagessen so grad vorbei,
meine Frau kam mit, so um halb zwei.
Sie fuhr mich hin zum Krankenhaus,
sprach: “Machen wir das Beste draus!“
Das Beste also, ich armer Mann,
dann rief sie unsere Jungen an.
Davon haben wir Stücker drei,
die kamen dann alsbald vorbei.
Vor meinem Bett taten sie stehen,
mit viel Zeit, wollten nicht gehen.
Ich aß Kuchen, so im Sitzen,
als zwei von ihnen aus dem Zimmer flitzen.
Den Dritten habe ich angestiert,
ihr Beschluss stand: Der simuliert!
Mit einer jungen Schwester an der Hand,
kamen die zwei zurückgerannt.
„Die Schwester hat das Sagen hier,
unser Vater braucht ein Klistier.“
In ihrem Gesicht erscheint ein Lachen,
sprach: “Hab alles hier, können wir machen!“
„Im Reformhaus ist Papa guter Kunde,
der steht halt auf Naturheilkunde.“
Rettung naht, ein Arzt erscheint,
hört sich an, was die Meute meint,
hat lächelnd dann, gar nicht verbissen,
die Rabauken einfach rausgeschmissen.
Ich wurde verlegt, ihr ahnt es schon,
zunächst mal auf die Wachstation.
Zum ersten mal an diesem Tage,
begriff ich den Ernst meiner Lage.
Mit meiner Familie bin ich Reinen,
fürchte nur das Mitgefühl unserer „lieben“ Kleinen!
Irgendwann sind die vielleicht auch mal dran,
drum schrieb ich das, damit ich mich erinnern kann ...
05.06.2020
© Karl-Heinz Remer/Lichterfelder - Verseschmied
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Geburtstag
Geburtstag feierst du nun heute
in deinem neuen Reich da oben,
sicher triffst du viele Leute,
werdet singen und auch toben.
Ich werde heute an dich denken,
ganz besonders sehnsuchtsvoll,
würd' dir gerne etwas schenken,
was wäre denn für dich ganz toll?
Vielleicht ein bisschen Schokolade,
dunkel und mit Nüssen drin
oder selbstgemachte Marmelade,
mit Kirschen und ein bisschen Gin?
Aus Sahne eine große Torte,
mit bunten Perlen schön verziert,
in der Mitte stehen Worte,
mit Blümchen so schön arrangiert?
Nichts von diesen ganzen Sachen,
scheint das Richtige zu sein,
möcht', dass deine Äuglein lachen,
plötzlich fällt mir etwas ein.
Ich zünde dir ein Kerzchen an,
schaue hoch ganz lieb zu dir.
Am Luftballon ein Zettel dran,
mit vielen Küsschen nur von mir.
Halt ihn fest in meiner Hand,
höre tief ins Herzchen rein.
Lass' ihn fliegen in dein Land,
bis er nur noch ist ganz klein.
Schick' mir einen Sonnenstrahl,
durch den eisig glitzernd Ast
und wenn er ist gar minimal,
gewiss, dann bin ich auch dein Gast.
Auf dich ein herzliches Prosit,
es blubbern viele Bläschen,
sing' leise dir ein kleines Lied,
stoß' an mit einem Gläschen.
© Diana Weber
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Schenk doch wieder mal ein Lächeln
Am Morgen schon ein kleines Lächeln,
am Morgen schon ne kleine Freud,
an einen lieben Menschen denken,
kein Fehler, der dich heut schon reut.
So kannst Du jeden Tag beginnen,
denn jeder Tag bringt dir dann viel,
und immer wieder nur mal lächeln,
dann kommst du besser an dein Ziel.
Geh jedem Menschen mal entgegen,
der heute mal nicht gut gelaunt,
zeig dich immer von der besten Seite,
was meinst du, wie der dann recht staunt.
Hilf einem Menschen etwas tragen,
strahl deine Fröhlichkeit mal aus,
du wirst es selber dann kaum glauben,
dasselbe kommt aus ihm dann auch raus.
Schenk doch wieder mal ein Lächeln
und es kommt zu dir zurück,
denn nur ein so kleines Lächeln
verbreitet schon ein wenig Glück.
© Luis Walter
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Seine bisher erschienenen Bücher: https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Luis+Walter
Etwas hierlassen
Jeder Mensch lässt einst zurück
Dinge seines Lebens
Erinnerung ein großes Stück
nichts war hier vergebens.
Er gab an Kind und Kindes Kind
Erfahrung die er machte
die heut noch immer wichtig sind
und Sinn ins Leben brachte.
Manch altes Foto zeigt der Welt
was er an Kleidung trug
gesammelt ward sein altes Geld
auch das scheint manchmal klug.
Ein Stammbuch zeugt von seinem Sein
das man weiter reicht
da schreibt man immer wieder rein
das was von Tod und Leben zeugt.
Und wenn der letzte Stein dann fällt
auf den man seinen Namen schrieb
lebt er in der Gedankenwelt
weil sonst nichts von ihm übrigblieb.
Verstand und Herz die sagen dann
„Erinnerung“ ist gut
weil man nur vergessen kann
worüber man nicht reden tut.
© Angelika Schroeter
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Respekt
Nehmen wir die Menschen,
so wie die meisten sind.
Bist ein Schwarzer, Weißer
oder ein Wickelkind.
Schütze die Schwachen,
mach‘ sie wieder stark.
Lass‘ sie wieder lachen,
mach‘ sie bitte autark!
Respektiere unsre Menschenwelt
und deren Hab und Gut.
Menschenliebe gibt es ohne Geld.
Mach‘ deiner Umwelt Mut!
Werde dir nicht selbst zur Last,
bewahr‘ dir deine Welt.
Säge nicht am eigenen Ast.
Sei der Welt der Menschen Held!
© Olaf Lüken
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VERGANGENHEIT
Vergangenes wird zur Geschichte …
nicht alles geht dabei verloren.
In Büchern wird davon geschrieben …
was die Menschen früher trieben.
Erzählen von Glück und von Verderben …
die Erinnerung wird so nicht sterben.
Die Zeit bleibt flüchtig wie der Wind …
niemand bleibt ewig darin nur Kind.
Jeder Tag versinkt in die Ewigkeit …
reicht die Hand der Vergangenheit.
Die Zeit trägt alles davon …
in wirbelndem Spiel.
Selbst wenn es noch vor dir liegt ...
das ersehnte Ziel.
Alles kommt und vergeht …
was es auch sei.
Drum nutze die Zeit ...
und sei klug und weise dabei.
© Claudia Solbach (Text und Bild)
Website: www.augenblicke-art.de
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Wir alle kommen an.
Du gehst DEINEN Weg, mein geliebtes Kind
so wichtig, gerade wenn unsere Wege verschieden sind.
Eine gute Zeit gingen wir gemeinsam,
wohl unterschiedlich, doch nicht einsam.
Damals war ich in deinem heutigen Alter,
jetzt bist du von deinen Kindern der Wege-Verwalter.
Heute verändern sich wieder meine Ziele,
weite Wege gibt es nicht mehr viele.
Unsere Reise hört nicht auf
Erinnerungen gestalten den Verlauf
Wir ziehen weiter unserer Kreise
Jeder ganz auf seine Weise
Für dich sind's noch mehrere Abzweigungen,
je nach Pflichten und nach deinen Neigungen.
Wichtig ist gegenseitige Toleranz,
gekoppelt mit Akzeptanz,
für die Wege der andern,
die wir getrennt oder noch gemeinsam
wandern.
Wir alle kommen an,
fragt sich nur wie und wann.
Eine lange Reise hört nicht am Ziel auf
Manche Erinnerungen bleiben in eurem Lebenslauf
Unsere Reise hört nicht auf
Erinnerungen gestalten den Verlauf
Wir ziehen weiter unserer Kreise
Jeder ganz auf seine Weise
© Helga Wessel
Bilder: Pixabay
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Nachtmusik
Wenn Meere aus Melodien mich im Dunkeln erreichen
und knisternde Klänge im luftleeren Raum
wie glimmende Laute um Häuserblocks schleichen
erscheint mir Musik wie ein wärmender Traum.
Wenn treffende Töne gen Herzgegend zielen
und Rhythmen so schräg und doch so klar
mit dröhnenden Bässen ihre Nachtmusik spielen,
ist es mir stets magisch und wunderbar.
© Fabio Berman
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Bei Poetry.de unter dem Namen Travis Beamer^^: https://www.poetry.de/
Sein Buch „Die schimmernden Welten des Travis Berman“: https://t1p.de/f28ow
Die Schlankheitskur
Ich stehe vor dem Spiegel und kriege einen Schreck,
auf meinen Hüften ist jede Menge Speck.
Die Hose fängt auch schon an zu kneifen
und um die Taille bilden sich Reifen.
Da hole ich mir die Zeitung „Bild der Frau“,
denn was heute „in“ ist, weiß die genau.
Schon sehe ich Damenmode mit viel Chic,
doch leider bin ich dafür zu dick.
Jetzt beschließe ich abzuspecken,
ich muss nur noch das Richtige entdecken.
Nehme ich Tabletten die das Fett killen,
oder solche, die den Hunger stillen?
Nein, ab morgen mache ich Diät
und hoffe, es ist noch nicht zu spät.
Nun gibt es Vollkorn, Gurken und Tomaten,
verzichtet wird auf Sahnekuchen und Schweinebraten.
Wenn Wein und Bier auch noch so winken,
ich werde eisern Wasser trinken.
Damit die Abspeckfalten schnell verschwinden,
werde ich mich im Fitness–Studio schinden.
Es rinnt der Schweiß, ich mache alles mit
und bin in sechs Wochen bestimmt ganz fit.
Ich sehe die Pfunde nur so weichen
und werde bald eine Traumfigur erreichen.
Gehe ich dann durch das Dorf „rank und schlank“,
fragt mich ein jeder: „Thea, warst du krank?“
© Thea Küch
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Wenn Alltäglichkeiten zum Problem werden
(Leitfaden zum Binden der Schuhe)
Kriegst du die Schuhe nicht gebunden
Sind die Füße zu weit unten
Die Arme sind zu kurz geworden
Das gibt's im Süden, wie im Norden
Es wird nichts weiter übrigbleiben
Als in der Mitte etwas rauszuschneiden
Die bessere Lösung, fast ein Muss
Sind Schuhe mit 'nem Klettverschluss
Was man auch kann begrüßen
Sind Slipper, dann an beiden Füßen
Ist auch noch im Weg der Bauch
Steh auch ich nun auf dem Schlauch
FdH, das ist dann angesagt
Auch wenn dich dann der Hunger plagt
Etwas sag ich noch dazu
Besser ohne Bauch, als ohne Schuh
© Günter Meckelburg
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Am Fenster
Schatten überziehen die Felder.
Ein Schleier umnebelt die Wälder.
Die Kraniche auf ihren Flügen
gesellen sich zu Wanderzügen.
An jedem Strande möchte ich liegen,
mit jedem Vogel südwärts fliegen.
Ich will reisen, auch manchmal bleiben,
wie Segler durch die Lüfte treiben.
Lerchen hoch gen Himmel steigen,
Wanderer sich eher einzeln zeigen.
Am Himmel sehe ich Wolkensäcke,
greife nach meiner Daunendecke.
Draußen faucht ein stürmischer Wind.
Eine Mutter ruft nach ihrem Kind.
Später im Dorf wird offenbar,
dass Junior auf dem Bolzplatz war.
Ein milder, ja, warmer Regen fällt.
Ein Hund, der auf der Straße bellt.
Das ist mein kleines Fensterglück.
Auch die Schwalben kehren zurück.
© Olaf Lüken
Bild: Collage aus Pixabay-Bildern
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Nimm das Leben nicht zu ernst ...
Oft steh ich vor dem Spiegel allein
und red mit mir, das muss so sein,
mein Hausarzt hat es mir empfohlen,
dabei grinst mein Spiegelbild verstohlen.
Bin der Mensch, der es erkennt,
der Blick in den Spiegel macht intelligent,
man kann leichter mit sich selber lachen,
wenn Lebensumstände keine Freude machen.
Drum ist der Spiegel mein persönliches Glück,
bringt er die gute Laune sofort zurück,
nimm auch du das Leben nicht zu ernst,
weil du's Lachen sonst verlernst.
© Michael Wies
Bild: Montage aus Pixabay-Bildern
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Veröffentlichungen:
Bad Kreuznach - Kurstadt an der Nahe - meine Heimatstadt:
Es war Liebe auf den ersten Blick ...
Katzen - Kleine Tiger auf vier Pfoten
Gute Nacht - Geschichten
Und es ist immer noch Liebe …
Memento mori
Das Leben ist im Augenblick
Lasst die Weiden trauern
Doch wenn zu Ende ist das Stück
werd manches ich bedauern
Hab einiges wohl falsch gemacht
um Gutes mich bemüht
hab viel geliebt und gern gelacht
was immer auch geschieht
Ein letztes Mal dich zart berühren
mit dir die Süße naschen
Bald werd das letzte Hemd ich spüren
und es hat keine Taschen
Lebenslang und so auch heut
gab's einen guten Freund
Er schaut mich an, ich bin bereit
Nicht nötig, dass ihr weint
Es verblassen Angst und Schmerz
Ich gehe in das Licht
Voller Liebe ist mein Herz
Bald seh ich mein Gesicht.
© Ernst Richard Edinger
Bild: Pixabay
Ein Augenblick
Es ist nur ein kleiner Augenblick,
man sieht nicht vorwärts, nicht zurück.
Das Jetzt, was jetzt geschieht,
ganz schnell der Augenblick entflieht.
Er kann Frohsinn und Freude in uns wecken,
aber auch Grauen, Angst und Schrecken.
Es liegt in unserem Ermessen,
daran zu denken oder ihn zu vergessen.
Möge der unvergessliche Augenblick
voll Freude sein und voller Glück.
© Thea Küch
Bilder: Pixabay
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Ist das schon Demenz?
Ein Winterabend still und kalt ...
Ein alter Mann stapft durch den Wald.
Es hat geschneit die ganze Nacht,
das hat der Winter gut gemacht.
Er ging schon oft den Weg allein.
Durch die Nacht im Mondenschein
findet er heute nicht den Weg,
wo es zurück nach Hause geht.
Im finsteren Tann geht er voran,
von Schnee bedeckt der ganze Mann.
Es schneit und es ist bitter kalt.
Er irrt schon Stunden durch den Wald.
Vom Mond erhellt, es funkeln Sterne
am Himmelszelt, das hat er gerne.
Doch nun wird ihm allmählich kalt,
findet den Weg nicht aus dem Wald.
Da kam ein Fuchs des Weges daher.
Der Alte freute sich gar sehr.
Er folgte dem Fuchse im Revier
und plötzlich war ein Waldweg hier.
Links oder rechts? Er wusste es nicht!
Ganz müde war sein Angesicht.
Er folgte dem Fuchs im hellen Schein,
so fand er endlich wieder heim.
© Irmgard Behrend
Bild: Pixabay
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Dein Herz
Du arbeitest viel, kommst selten zur Ruh,
doch es gibt etwas, das schuftet härter als Du.
Vierundzwanzig Stunden lang, rund um die Uhr,
ist Sekunden, Minuten und Stunden "on tour".
Es ist das Uhrwerk in Deiner Brust,
drum pflege es gut und sei Dir bewusst,
dass Du nur für Dein Herz alles geben musst.
Schalt einen Gang runter, auch mal einen Tag schwänzen,
dann werdet Ihr beide euch prima ergänzen.
© Gabi Rettstadt
Bild: Pixabay
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